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CD: "Laut gegen Rechts"

KJÖ präsentierte ihre Initiative in Graz

Antifaschistischer Sampler mit Russkaja, Attwenger, Tocotronic
und vielen mehr =

Österreich 2009: Neonazi-Provokationen bei einer
Gedenkfeier ehemaliger Häftlinge im ehemaligen KZ-Außenlager Ebensee.
Zeigen des Hitlergrußes bei einer FPÖ-Wahlkampfveranstaltung. Eine
Nazi-Gruppierung, die für ihr Parteiprogramm aus SS-Schulungstexten
abgeschrieben hat und trotzdem eingetragene politische Partei ist.
Neofaschisten, die auf Demonstrationen offen auftreten und vor einer
Moschee "anzünden, anzünden" skandieren. Diese Auflistung ist eine
unvollständige Darstellung der Ereignisse der vergangenen Wochen.

"Diese Zeiten verlangen nach einer lauten Gegenstimme", so der
Bundesvorsitzender der Kommunistischen Jugend Österreichs (KJÖ)
Robert Krotzer. Eine solche Gegenstimme stellt die CD "Laut gegen
Rechts!" dar, die mit Unterstützung zahlreicher namhafter
österreichischer wie internationaler MusikerInnen herausgegeben
wurde. Für den Sampler stellten unter anderem Attwenger, Texta,
Russkaja, Sigi Maron, Mono & Nikitaman, Guadalajara und Tocotronic
Lieder zur Verfügung.

Anliegen dieses Musikprojekts ist es, dafür zu sorgen, dass
Rechtsrock & Co. auf Schulhöfen, in Musikläden und in Jugendzentren
keinen Platz hat. "Die Musik von rechtsextremen Bands zählt zu den
wichtigsten Propagandamitteln des organisierten Neonazismus",
berichtet Krotzer. Bestätigt wird dies durch den
Verfassungsschutzbericht 2007 des österreichischen Innenministeriums,
wo es heißt: "Primär ist es die Musik, die den Weg in die
rechtsextreme Szene ebnet."

Um dem entgegenzuwirken, sieht es die KJÖ als maßgebliche Aufgabe
antifaschistische Jugendkultur zu unterstützen und zu fördern. Daraus
ist schließlich die Idee zur CD entstanden, die für eine Spende von 3
Euro vor Schulen, in Jugendzentren und bei Konzerten an Jugendliche
weitergegeben wird.

2. Juni 2009