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"Burgenland-Kommunismus" - Eine lächerliche Diskussion

Stellungnahme zu einem Wahlkampfgeplänkel im Nachbarbundesland

„Das Gerede der Eisenstädter Großparteien über einen Burgenland-Kommunismus ist ein lächerlicher Werbegag. Als steirischer Kommunist habe ich alles Recht der Welt, mich von dieser Pseudodiskussion zu distanzieren. Ich sehe weit und breit keinen Burgenlandkommunismus“.

Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Freitag. Die ÖVP verwechselt mit ihrer Kampagne einiges. Landeshauptmann Nießl ist kein Ernest Kaltenegger, sondern war einer der Architekten der Großen Koalition im Bund, die SPÖ ist keine kommunistische Partei, sondern hat – zuletzt bei der Bank Burgenland – bewiesen, dass sie in die kapitalistische Geschäftswelt sehr gut eingebunden ist.
Ein echter Burgenland-Kommunismus würde nämlich eine deutliche Besserstellung für die Menschen bedeuten, denen es nicht so gut geht. Auch der riesige Reichtum und Besitz der Eszterhazys würde angetastet werden.

Parteder: „Nach dem 7. Oktober wird auch für die ÖVP ihr Gegenüber in der Landesregierung zu einem ganz normalen Geschäftspartner in der großen Koalition werden.
Einziger Hoffnungsschimmer für unsereinen sind in diesem Zusammenhang einige Namenslisten und die Liste Linkes Burgenland. Diese junge Kraft spricht wenigstens wichtige Forderungen wie den Verzicht auf den Verkauf von kommunalem Eigentum und Gütern der lebenswichtigen
Grundversorgung wie unserem Wasser an.“

28. September 2007