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Belastungspaket: Auf die Barrikaden steigen

KSV-Stellungnahme von Christopher Smieritschnig

Nach der Bekanntgabe des neuen Budgets sollte jede/r Studierende auf die Barrikaden steigen. Die Regierung, sprich SPÖVP, hat beschlossen, dass genau dort gespart werden müsse, wo man am meisten Investieren muss – bei den Familien.
Die Kürzung der Familienbeihilfe von 26/27 Jahre auf 24 Jahre ist ein Verrat an der Jugend, die später ohnehin die Lasten der jetzigen Regierenden tragen müssen. Das Argument des Finanzministers Prölls, dass Studierende mit 24 Jahren endlich auf eigenen Beinen stehen sollten, entbehrt jedes Realitätssinns, da bereits jetzt die meisten Studierenden ihr Leben mit Job, eigener Wohnung und Selbstverantwortung zu meistern haben.
Das Verhältnis von Kosten und Nutzen dieses Budget spricht eine eindeutig neoliberale Sprache, die drauf abzielt, sich eine Eliteschichte zu schaffen: „Wie viel hier eingespart wird, steht in keiner Relation zu dem, was dadurch verloren geht!“, gibt der Vorsitzende des KSV, Christopher Smerietschnig, zu bedenken.
Wie eine Verhöhnung der Studierenden wirkt der Betrag für die Universitäten, der nicht einmal der Einsparung im Familien/Studierendenbereich entspricht, sondern lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein darstellt.
Weiters geben wir zu bedenken, dass mit Bezug der Familienbeihilfe noch weitere Vergünstigungen, beispielsweise Semestertickets in einigen Verkehrsverbünden, gekoppelt sind. Dass Existenzen durch den Wegfall der Familienbeihilfe, die vielen Studierenden unter anderem das Wohnen oder Essen ermöglichen, gefährdet werden, sollte offensichtlich sein.
„Der KSV steht nach wie vor für die Interessen der Studierenden ein und schließt sich solidarisch mit allen Studierenden zusammen, denen die Regierung einen wichtigen Teil ihrer Lebensgrundlage entziehen will“, so Christopher Smerietschnig abschließend.

29. Oktober 2010