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ATB Spielberg: 300 Arbeitsplätze mehr oder weniger?

Arbeiter sollen sich wehren

Immer wenn eine Wahl naht, versucht der Vorstand der ATB davon zu profitieren. Schon im Sommer 2005 drohnte man, 300 Arbeitsplätze in die Slowakei zu verlagern. 
Schon vor der steirischen Landtagswahl im Oktober 2005 drohte die ATB mit Abbau und Verlegung von 300 Arbeitsplätzen in die Slowakei.
Die Landespolitik schaltete sich ein, Klasnic kam, Hischmann kam, Voves war auch dabei: Die Kleine Zeitung von 23. September 2005 berichtete:

Neue Jobs für Spielberg

Das ATB-Werk wird groß ausgebaut, eine neue Fertigungsanlage für Motoren errichtet. Bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen.

Die Eisenbahn fährt da drüber: Die Austria Antriebstechnik (ATB) in Spielberg wird um eine Anlage zum Bau neuartiger E-Motorenantriebe erweitert. Mit Landeshauptfrau Waltraud Klasnic sei das Projekt abgesprochen, offene Details werden bis nächste Woche geklärt, sagt der Industrielle Mirko Kovats, zu dessen A-Tec-Industries-Gruppe die ATB gehört. Eine „dreistellige Zahl“ neuer Arbeitsplätze werde geschaffen.

Der Betriebsrat hat unter Druck und unter dem Eindruck des Appells an die Solidarität Lohnkürzungen sowie Kürzung der Pausenzeiten hingenommen - dafür sollten ja Arbeitsplätze geschaffen werden und bis 2009 sollte es keinen Personalabbau geben.

Ein Jahr verging, die Umsätze der ATB wuchsen. Trotzdem wird vor der Nationalratswahl mit Personalabbau gedroht. Angesichts der Krise des ÖGB mit der BAWAG und zweier zerstrittener SPÖ-Fraktionen im Betriebsrat keine leichte Aufgabe für die Belegschaftsvertretung.

„Es ist ganz wichtig, dass die Arbeiter sich wehren“ das sagte Andreas Fuchs, der Spitzenkandidat der KPÖ im Wahlkreis 6H zu den Plänen Arbeitsplätze bei der ATB Spielberg abzubauen.

„Erst vor einem Jahr wurden die Arbeitsplätze im Zug des Landtagswahlkampfs versprochen; die Belegschaftsvertretung stimmte sogar Lohnkürzungen und der Streichung von Pausenzeiten zu. Nun werden die Abmachungen gebrochen.“
Das alles, obwohl es bei der ATB Umsatzsteigerungen gegeben hat.

„Wenn es nicht anderes geht sollte der Betrieb in die von LH Voves versprochene Steiermark Holding übernommen werden,“ so Andreas Fuchs,  der hofft dass  die KPÖ viele Proteststimmen bekommt weil sie für die Rechte der Arbeiter eintritt.

26. September 2006