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Anzeichen für Zusammenrücken von VP und SP nach der Wahl

SP-Voves und VP-Drexler äußern sich in Richtung "große Koalition"

Nach diesem Wahlkampfwochenende ist klarer geworden, dass die beiden Großparteien nach dem 2. Oktober in der Steiermark auf die seit Jahrzehnten übliche Weise zusammenarbeiten und die Posten verteilen wollen. Es kommt ihnen nur darauf an, wer die Nase vorne haben wird.
So kündigte VP-Klubobmann Drexler am Samstag öffentlich an , „am ehesten mit der SPÖ und Franz Voves“ zusammenarbeiten zu wollen.
Der SPÖ-Spitzenkandidat selbst hatte zuvor in einem Interview mit der Zeitschrift „Falter“ der „Zusammenarbeit der großen Lager“ den Vorzug gegeben und dies auch am Sonntag in Unterpremstätten wiederholt.
Diese Aussagen sind deutliche Anzeichen dafür, dass nach dem schmutzigen Wahlkampf in der Steiermark bald wieder der politische Alltag einziehen dürfte, den wir schon kennen.
VP und SP kämpfen darum, wer mehr Sitze in der Landesregierung stellen und wer die lukrativeren Posten besetzen kann.

Gemeinderätin Elke Kahr, die Wahlkampfleiterin der KPÖ, erklärte am Montag zu dieser Entwicklung: „So einfach kann Politik sein, wenn man die Wahlkampfstreitereien einmal abzieht. Für die KPÖ bedeutet diese Entwicklung dass wir uns auch auf Landesebene darauf vorbereiten, eine starke und initiativreiche Kontrollfunktion zu erfüllen, und die Menschen in der Steiermark darüber zu informieren, was die Großparteien mit ihnen vorhaben.“

Rückfragehinweis: 0316 71 24 79

29. August 2005