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Airpower: Wirtschaftliches Nullsummenspiel, ökologisches Desaster

Klimt-Weithaler (KPÖ): „Saudische Kampfflugzeuge nicht in der Steiermark vorführen!“

Am 16. Juni präsentierten KPÖ, Grüne und SJ in Knittelfeld eine Studie von DI Alexander Fürdös und DI Herbert Seelmann, die die Behauptungen von Voves und Schützenhöfer zur ökonomischen Sinnhaftigkeit der Airpower-Flugshow auf ein reales Maß zurechtstutzt.

Die Autoren kommen zum Schluss, dass sich Einnahmen und öffentliche Subventionen die Waage halten. Auf ökologische Aspekte geht die Studie bewusst nicht ein, der Schaden für die Region wurde in der Vergangenheit aber bereits mehrfach deutlich gemacht.

Wenige Tage vor Beginn der Airpower 11 erneuert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler auch ihre Kritik an der Teilnahme der saudische Luftwaffe, die erst vor wenigen Wochen zur brutalen Niederschlagung von Protesten in Bahrein eingesetzt wurde: „Es ist grundsätzlich fragwürdig, wenn Kriegsflugzeuge, die bei Bombenangriffen gegen Menschen eingesetzt werden, als Freizeitbelustigung präsentiert werden. Mit Saudi-Arabien wirkt diesmal ein Staat mit, der Menschenrechte mit Füßen tritt. Es ist ein Skandal, dass der saudische König in der Steiermark unter dem Applaus der heimischen Politik Kampfflugzeuge vorführt und gleichzeitig zuhause und in Bahrein gegen Kritikerinnen und Kritiker einsetzt. Die Veranstalter sollten ein Zeichen setzen und diese Flugstaffel von der Veranstaltung ausschließen.“

Hinweis: Am Montag, 27. Juni, diskutieren um 19 Uhr im Kulturhaus Knittelfeld Studienautor DI Alexander Fürdös, LAbg. Claudia Klimt Weithaler (KPÖ), NRAbg. Werner Kogler (Grüne), Sebastian Pay (SJ), Ing. Bernhard Hammer (Wirtschaftskammer Steiermark) unter dem Titel „Spiele statt Brot?“ über die Sinnhaftigkeit öffentlicher Investitionen in die Airpower.

Einladungsflugblatt Podiumsdiskussion

http://www.kpoe-steiermark.at/index.php?id=1,6377,0,0,1,0

24. Juni 2011