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Schulreform: Amtsdauer von Direktoren begrenzen!

KPÖ: „Direktor auf Zeit“ soll mehr Transparenz und Demokratie in die Schulen bringen; Proporzdenken zugunsten besserer Qualität aufbrechen

Die Bestellung von „Schuldirektoren auf Lebenszeit“ ist aus Sicht der KPÖ keine zeitgemäße Vorgangsweise mehr. Die Leitungspersönlichkeit hat einen großen Einfluss auf die Qualität einer Schule. Trotz spürbarer Bemühungen um eine Objektivierung bleibt die Bestellung stark parteipolitisch motiviert. Ist eine Stelle einmal besetzt, bleibt diese Entscheidung für Jahrzehnte einzementiert. Das kritisieren KPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Claudia Klimt-Weithaler und der Grazer Gemeinderat Mag. Andreas Fabisch, der die KPÖ im steirischen Landesschulrat vertritt.

Der Landtag hat auf Antrag der KPÖ am 15. Jänner 2008 eine entsprechenden Petition an die Bundesregierung beschlossen. Die KPÖ appelliert an die neue Bundesregierung, diesen Vorschlag in ihr Arbeitsprogramm aufzunehmen: „Im Zuge wachsender Schulautonomie kann ein Direktor auf Zeit für mehr Transparenz und Demokratie sorgen. Schließlich haben auch der Bundeskanzler, der Bundespräsident, aber auch Spitzenmanager ihre Führungsposten nicht bis in alle Ewigkeit“, argumentiert Andreas Fabisch.

 

Die KPÖ hat vorgeschlagen, Schuldirektorinnen und -direktoren nur auf sechs Jahre zu bestellen, danach soll die Stelle neu ausgeschrieben werden. Eine Wiederwahl oder Wiederbestellung des bisherigen Leiters bzw. der bisherigen Leiterin soll aber möglich sein. Eine solche Lösung führt dazu, dass sich der Kreis der potenziellen DirektorInnen vervielfacht, die Leistungen der bestehenden Schulleitung alle sechs Jahre diskutiert wird und auch das Thema der proporzmäßigen Bestellung regelmäßig wieder ins Gespräch kommt.

30. Mai 2009