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KPÖ: „Spitäler gehören Steirerinnen und Steirern, nicht der KAGes“

Chirurgie-Enquete im steirischen Landtag bestärkt KPÖ in ihrer Haltung: „Brauchen sowohl in Mürzzuschlag als auch in Bad Aussee eine Chirurgie“

Nach der Enquete zur Chirurgiereform im steirischen Landtag ist festzustellen, dass die Argumente für vollwertige chirurgische Abteilungen in Mürzzuschlag und Bad Aussee nicht entkräftet werden konnten.

Nach der Enquete zur Chirurgiereform im steirischen Landtag ist festzustellen, dass die Argumente für vollwertige chirurgische Abteilungen in Mürzzuschlag und Bad Aussee nicht entkräftet werden konnten.
 

Die zentrale Behauptung, eine – im Vergleich mit großen Spitälern – geringe Fallzahl führe automatisch zu einer schlechteren Qualität der Leistung der Mediziner, wurde in den Wortmeldungen der ExpertInnen mehrfach widerlegt. Tatsächlich führen die Chirurgen in Bad Aussee rund 50 Operationen jährlich mehr durch als ihre Kollegen in Graz. Mit solchen Scheinargumenten soll der Bevölkerung wider besseres Wissen Angst gemacht werden, um das medizinische Angebot Stück für Stück herunterzufahren.


KPÖ-LAbg. Werner Murgg betonte in seinem Diskussionsbeitrag: „Entscheidend ist: die Spitäler gehören nicht der KAGes, sondern den Steirerinnen und Steirern. Die politische Entscheidung liegt beim Landtag, nicht bei Managern und Gesundheitsökonomen.


Für die KPÖ ergriff in der Enquete Klubobmann und Gesundheitssprecher Ernest Kaltenegger das Wort: „Die Enquete hat in unserer Haltung bestärkt, dass wir sowohl in Bad Aussee als auch in Mürzzuschlag eine vollwertige Chirurgie brauchen. Dafür werden wir auch im Landtag eintreten. Laut OECD-Statistik hat Österreich im Jahr 2007 insgesamt 20,9 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen aufgewendet. Für die Rettung der Banken wurde in kürzester Zeit der fünffache Betrag beschlossen. Das zeigt, wie viel manchen die Gesundheit wert ist.“

30. Mai 2009