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LKH Bad Aussee: KPÖ steht hinter Chirurgie und erteilt Sparplänen Abfuhr

Kritik der KPÖ: KAGes biegt sich Zahlen zurecht, Chirurgen in Bad Aussee kommen auf mehr Operationen als Kollegen im LKH Graz

Die KPÖ unterstützt die heute in einer Presseaussendung veröffentlichten Argumente des "Forum Pro LKH Bad Aussee", die auf eine Neuerrichtung des LKH mit einer vollwertigen chirurgischen Abteilung abzielen. Dies war den Bürgerinnen und Bürgern des Salzkammerguts vor der Landtagswahl 2005 zugesagt worden und ist aus Sicht der KPÖ im Interesse einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung in der Region unerlässlich.

Die Behauptung, eine - im Vergleich mit großen Spitälern - geringe Fallzahl führe automatisch zu einer schlechteren Qualität der Leistung der Mediziner, ist absurd. Tatsächlich führen die Chirurgen in Bad Aussee rund 50 Operationen jährlich mehr durch als ihre Kollegen in Graz. Mit solchen Scheinargumenten soll der Bevölkerung wider besseres Wissen Angst gemacht werden, um das medizinische Angebot Stück für Stück herunterzufahren.
 

"Die tatsächlichen Fallzahlen sprechen eine deutliche Sprache: Bad Aussee braucht die chirurgische Abteilung, alles andere wäre nichts anderes als ein Kaputtsparen. Das Gesundheitssystem ist tatsächlich in Gefahr, aber nicht, weil es ein zu großes Leistungsangebot gibt, sondern weil die Regierungsparteien zu feig sind, die Höchstbeitragsgrundlage anzuheben", heißt es dazu im KPÖ Landtagsklub.

7. April 2009