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Gedanken zum Jahreswechsel

Die Steiermark ist ein Brennpunkt der Wirtschaftskrise: Betriebsschließungen, Kurzarbeit und Kündigungen beginnen gerade erst zu wirken. Nach den LeiharbeiterInnen erhielten nun auch Teile der Stammbelegschaft die blauen Briefe. Magna-Steyr, AT&S, ATB oder Stahl Judenburg sind nur einige Beispiele


Für viele Menschen waren es traurige Weihnachten und der Kaufrausch der letzten Tage kann die traurige Wahrheit nur übertünchen: Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist einer tiefen Krise, deren Auswirkungen noch gar nicht abschätzbar sind. Diese Krise offenbart, dass es in einem System, in dem der Maximalprofit das höchste Ziel ist, keine dauerhafte soziale Sicherheit gibt.  

 

Wenn auf der Jagd nach dem Höchstprofit alle Regeln und Beschränkungen für das Kapital hinweggefegt, die Menschen nur mehr als „Humankapital“ betrachtet werden, dann bedeutet das Reichtum für eine kleine Minderheit. Die große Mehrheit der Menschen und die Umwelt bezahlen den Preis.

 

Es heißt eine Krise sei auch gleichzeitig eine Chance. Sie lässt die Dinge klarer ans Licht treten und nach neuen Lösungen suchen. Vielleicht bietet diese Krise die Chance für positive Veränderungen. Es sind die Menschen, die durch ihre Arbeit den Reichtum schaffen. Deshalb haben sie ein Anrecht auf eine gerechte und soziale Gesellschaft.  Karl Marx  hat vor ungefähr 150 Jahren die Forderung erhoben „alle Verhältnisse umwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“. Dieser Anspruch ist heute noch so aktuell wie damals.

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Jahreswechsel und alles Gute für 2009!

 

LAbg. Renate Pacher
E-Mail: renate.pacher@kpoe-steiermark.at

30. Mai 2009