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Kündigungen in Veitsch und Trieben: Landeshauptmann ist gefragt

KPÖ: Neoliberalismus ist noch lange nicht tot

Die angekündigten Kündigungen bei der Firma RHI treffendie Gemeinden Trieben und Veitsch besonders schwer. Dabei stellt sich die Frage, ob wirklich die Wirtschaftslage oder doch undurchsichtige Finanzspielereien im Hintergrund der aktuellen Entwicklung stehen.

Die angekündigten Kündigungen bei der Firma RHI treffendie Gemeinden Trieben und Veitsch besonders schwer.
Dabei stellt sich die Frage, ob wirklich die Wirtschaftslage oder doch  undurchsichtige Finanzspielereien im Hintergrund der aktuellen Entwicklung stehen.
Bekanntlich hat der einschlägig bekannte Finanzinvestor Martin Schlaff erst vor wenigen Monaten bekannt gegeben, nun über einen strategischen Anteil von 30 Prozent bei RHI zu verfügen.

Der Feuerfest-Konzern hatte in Zeiten der Stahlkonjunktur große Gewinne gemacht. Anscheinend will man jetzt Kasse machen.

Franz Stephan Parteder von der steirischen KPÖ erinnerte daran, dass die Veitscher-Magnesitwerke jahrzehntelang in sozialpolitischen Fragen eine Vorreiterrolle gespielt hatten:"Jetzt geht man anscheinend einen anderen Weg. Das zeigt, dass der Neoliberalismus noch lange nicht ausgespielt hat."

Dem Landeshauptmann und der steirischen SPÖ können die negativen Entwicklungen bei RHI nicht gleichgültig sein. Schließlich sind Veitsch und Trieben Hochburgen der Sozialdemokratie. Parteder in Richtung Voves: "Schöne Worte in einem Wirtschaftsprogramm genügen nicht. Jetzt sind Taten für die Beschäftigten in der Obersteiermark gefragt".

Die steirische KPÖ brachte deshalb wieder die Idee einer Landesholding ins Spiel. Angesichts der aktuellen Entwicklung  müsse man auch den Gedanken einer Verstaatlichung dieses Schlüsselbetriebes der Grundstoffindustrie andenken.

30. Mai 2009