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8. März: Internationaler Frauentag!

arMUT ist weiblich!

Seit mehr als 100 Jahren wird am 8. März der Internationale Frauentag gefeiert. Im Jahr 1910 wurde auf der internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen beschlossen diesen Tag zu nutzen, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Einiges hat sich verbessert. Aber es ist beschämend, wie viel an Ungleichheit immer noch besteht. Das betrifft viele Bereiche: Frauen erledigen den Hauptanteil an Kindererziehung und Hausarbeit, werden schlechter bezahlt und haben die schlechteren Aufstiegschancen. 571.000 Frauen – das sind 14% der weiblichen Bevölkerung – leben in Österreich unter der Armutsgrenze und mindestens 6% der Frauen leben in akuter Armut. Generell weisen in Österreich Frauen ein um mindestens 35% höheres Armutsrisiko auf als Männer.

Wo es Benachteiligung gibt, gibt es auch jemanden der davon profitiert. Wem nützt diese Ungleichheit?  Wer profitiert davon, dass Frauen schlechter bezahlt werden, oft trotz guter Ausbildung nur einen Teilzeitjob finden und je nach Bedarf an den Herd geschickt oder in die Fabrikhalle geholt werden? Der Internationale Frauentag ist eine gute Gelegenheit solche Fragen zu stellen und bestehende Verhältnisse zu hinterfragen.

Viele Forderungen der KPÖ, wie z.B. ein Mindestlohn von mindestens 10 Euro pro Stunde oder die Schaffung eines Soforthilfefonds für in Not geratene Frauen würden Frauenarmut verhindern. Wir wollen den Frauen Mut machen und kämpfen für eine Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, gleichberechtigt leben können! Solange zwischen Männern und Frauen keine Chancengleichheit besteht und solange an der Ungleichheit gut verdient wird, ist der Internationale Frauentag heute genauso aktuell wie vor 100 Jahren.

Stadträtin Renate Pacher, Knitelfeld
E-Mail: renate.pacher@kpoe-steiermark.at   

Internationaler Frauentag 2013

8. März 2013