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70. Jahrestag: schwarzes Kapitel in der Geschichte der Steiermark

Am 6. April 1941 überfielen Nazi-Truppen Jugoslawien

Der 6. April 2011 ist der 70. Jahrestag des Überfalls der Nazi-Truppen auf Jugoslawien. Dieser Jahrestag hat für unser Bundesland eine besondere Bedeutung, weil die Zerschlagung des Königreiches Jugoslawien eines der schwärzesten Kapitel in der Geschichte der Steiermark einleitete.

Die Annexion der Untersteiermark durch Hitlerdeutschland und ihr Anschluss an die Steiermark im Jahr 1941 war der Beginn einer grausamen Germanisierungspolitik und eines faktischen Ausrottungsfeldzuges gegen die slowenische Bevölkerung dieser Bezirke. Sie ist mit dem Namen des Nazi-Gauleiters Siegfried Uiberreither verbunden, der sich nach 1945 der Strafe für seine Verbrechen entziehen konnte.

Man darf aber nicht vergessen oder verdrängen, dass beträchtliche Teile der steirischen Bevölkerung auf die eine oder andere Weise in die grausame Politik des Nazifaschismus in dieser Region verstrickt waren. Nur eine kleine Minderheit leistete Widerstand gegen Nazis und arbeitete dabei auch – wie die Österreichische Freiheitsfront und die KPÖ – mit der slowenischen Partisanenbewegung zusammen.

KPÖ-Landtagsklubobfrau Claudia Klimt-Weithaler wies an diesem Gedenktag darauf hin, dass die Steiermark schon wegen dieser historischen Belastungen verpflichtet ist, die Bestimmungen des Staatsvertrages über die Rechte der slowenischen Volksgruppe strikt zu erfüllen und eine Politik der guten Nachbarschaft mit Slowenien zu betreiben, das die Erinnerung an den Widerstand gegen die faschistische Okkupation wach hält.

6. April 2011