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Unfassbares Pensionsprivileg im Landesbereich

Ex-Geschäftsführer kassiert 1,835 Mio. Euro - FPÖ verantwortlich

Als unfassbaren Skandal bezeichnet KPÖ-Klubchefin Claudia Klimt-Weithaler die Pensionsprivilegien des früheren Joanneum-Research-Geschäftsführers Pelzl. Es zeige sich, dass sich einzelne Personen beim Land, das einen 90%-Anteil an Joanneum Research hält, nach Belieben bedienen können, während in anderen Bereichen der Sparstift mit größter Brutalität angesetzt werde.

1,835 Mio. Euro als Einmalzahlung entspricht jenem Betrag, den das Land heuer den Pendlerinnen und Pendlern wegnehmen wollte. Dieses Vorhaben konnte nur durch den anhaltenden Protest der Bevölkerung im Frühsommer verhindert werden. Die KPÖ hat im Landtag mehrmals versucht, Regelungen gegen Privilegien im Einflussbereiches des Landes (auch für politische Mandatare) durchzusetzen. Dabei ist sie jedesmal auf eine rot-schwarze Mauer gestoßen.

Dass im konkreten Fall ein FPÖ-Landesrat für den Skandal verantwortlich zeichnet, bestätigt die Beobachtung, dass sich diese Partei zwar als „soziale Heimatpartei“ inszeniert, sich aber im politischen Alltag durch nichts von SPÖ und ÖVP unterscheidet.

29. September 2011