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„100 Jahre Kosmetik in der Frauenpolitik sind genug!“

Klubobfrau Klimt-Weithaler startet mit frauenpolitischen Initiativen

Mit einem neuen Plakat, einer Veranstaltungsreihe und der traditionellen „Nelkenverteilaktion“ machen die steirischen KPÖ-Frauen anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März auf nach wie vor bestehende Ungleichheiten aufmerksam. Die Klubobfrau der KPÖ im Landtag, Claudia Klimt-Weithaler, wies an ihrem ersten Tag in dieser Funktion in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Stadträtin Elke Kahr und der Klubobfrau des Grazer Gemeinderatsklubs, Ina Bergmann, auf die ungerechte Einkommenssituation in Österreich hin, die Frauen stark benachteiligt:

· Fraueneinkommen liegen durchschnittlich 30 Prozent unter den Einkommen von Männern.
· Auch bei den Teilzeitbeschäftigten bekommen Frauen deutlich weniger bezahlt.

Die Grazer Wohnungsstadträtin Elke Kahr berichtete vom steigenden Druck auf Frauen aufgrund der starken Teuerung bei Mieten und Betriebskosten, und forderte die Errichtung von mehr Übergangswohnungen. Auch die fehlende Valorisierung der Wohnbeihilfe treffe viele Bezieherinnen kleiner Pensionen stark, da jede winzige Erhöhung sogar zum finanziellen Nachteil werden kann. In Bergmann zeigte auf, dass in der Beratung von Frauen die Nachfrage enorm steige, der Bedarf von der Stadt Graz aber nicht gedeckt werde. Auch eine wichtige Einrichtung wie das Frauenhaus kämpfe ums Überleben.

Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Beim Ausbau der Kinderbetreuung hat es Erfolge gegeben, auch die Regelung, dass Betriebe jetzt Tagesmütter beschäftigen können, geht auf eine KPÖ-Initiative zurück. Frauenpolitische Fortschritte müssen aber immer hart erkämpft werden, früher genauso wie heute. Wir werden aber nicht nachlassen, denn 100 Jahre Kosmetik in der Frauenpolitik sind genug!“

2. März 2010