Stellenabbau bei voestalpine: Nächster Schlag gegen die Obersteiermark

KPÖ: „Nur öffentliche Hand ist ein Garant für Standort- und Arbeitsplatzsicherheit.“

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Hunderte Arbeitsplätze beim voestalpine-Konzern in Kapfenberg und Kindberg sind in akuter Gefahr. (Foto: voestalpine.com)

Der sinkende Ölpreis und die Krise der Luftfahrtindustrie führen dazu, dass bei Böhler in Kapfenberg und bei VA-Tubulars in Kindberg hunderte Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Beide Firmen sind Teil des voestalpine-Konzerns. Nach Kündigungen bei RHI-Magnesita in Trieben und ATB in Spielberg droht nun bei der Voestalpine der nächste Personalabbau in der Obersteiermark.

„Allein bei diesen Betrieben gehen in Summe rund 1.000 hochwertige Industriearbeitsplätze verloren. Die Landesregierung muss einen Maßnahmenplan vorlegen, um die weitere De-Industrialisierung der Obersteiermark wirksam zu verhindern“, fordert Claudia Klimt-Weithaler, KPÖ-Klubobfrau im Landtag Steiermark.

Gravierende Auswirkungen hat der abgekündigte Abbau von Arbeitsplätzen auch für die betroffenen Gemeinden Kindberg und Kapfenberg. „Es zeigt sich immer mehr, dass nur die öffentliche Hand ein Garant für Standortsicherheit und Arbeitsplatzsicherheit ist. Man wird in diesen zentralen Fragen um Industriebeteiligungen langfristig nicht umhinkommen“, so Mario Zver, KPÖ-Gemeinderat in Kindberg.

Schon durch die Corona-Krise sind unzählige Familien in der Region in schwierige Situationen geraten. „Dass zur Kurzarbeit jetzt auch noch Massenkündigungen bei den Leitbetrieben der voestalpine im Mürztal kommen, wird weitere Existenzen zerstören. Wir werden uns dafür einsetzen, dass es zu sozialen Sofortmaßnahmen kommen wird!“ verspricht Clemens Perteneder, KPÖ-Gemeinderat in Kapfenberg.

16. August 2020