Putschversuch in Venezuela

Stellungnahme von Robert Krotzer


„Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit“, heißt es zurecht.

 

An diesen Satz musst ich heute morgen bei der Lektüre der österreichischen Tageszeitungen denken, die in ihrer Berichterstattung über die Vorgänge in Venezuela weitgehend unreflektiert der Darstellung von US-Präsident Trump und der rechten venezolanischen Opposition folgen.

US-Präsident Trump ergreift Partei für einen selbsternannten, ungewählten "Präsidenten" der Opposition in Venezuela und schüttet damit weiter Öl ins Feuer einer brandgefährlichen Situation. Gerade auch die jüngere Vergangenheit lehrt uns, dass imperialistische Einmischungen nicht zu "freedom and democracy" führen, sondern wie in Afghanistan, dem Irak, Libyen, Syrien oder auch der Ukraine zu Krieg, Terror und Elend zu Lasten der Zivilbevölkerung führen.

"Alle Optionen sind auf dem Tisch", sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter und drohte damit unverhohlen mit weiterer Einmischung der USA bis hin zu einem Krieg. Es soll sich niemand täuschen, dass es der US-Regierung hier um "Demokratie" geht, dahinter steckt das erklärte Ziel, die - bei allen gegenwärtigen Schwierigkeiten - sozialen Errungenschaften der bolivarianischen Revolution und die Bestrebungen Venezuelas um Souveränität und Unabhängigkeit von der US-Dominanz rückgängig zu machen, notfalls auch militärisch.

26. Januar 2019