Planlosigkeit und hoffentlich keine leere Versprechen rund um die Gebärstation

Bruck/Mur-Leoben

Trotz starker Gegenwehr und einem von der KPÖ initiiertem Antrag im Brucker Gemeinderat, welcher einstimmig angenommen wurde, wird die Gebärstation von Bruck an der Mur ab dem 20.12.2011 geschlossen sein. Die Auswanderung nach Leoben ist beschlossene Sache und es wird schon heftig im LKH  Leoben gebaut. Trotz diesem baldigen Wechsel wurden bis jetzt noch keine genauen Jobangebote an die Belegschaft von Bruck an der Mur gemacht. Es gab zwar die mündliche Zusage, dass keiner gefeuert wird, aber die Belegschaft ist stark verunsichert. Wo werden sie ab Jänner arbeiten? Wird es doch zu Kündigungen kommen? Alles unbeantwortete Fragen. Außerdem ist der Umbau der Gebärstation von Leoben keineswegs schon annähernd fertig. Es gibt für die befürchteten Geburtenzahlen zu wenig Betten bzw. es werden Notlösungen in Puncto Kreißsaal gemacht. Außerdem stellt man sich eine ruhige Geburt in Leoben anders vor. Bis 2015 wird dort heftig gebaut und dies bedeutet viel Lärm und Schmutz. Zusätzlich veranstaltet die Montan-Uni Führungen im LKH von Leoben, um zu zeigen wie man besser nicht baut. KPÖ Gemeinderat Jürgen Klösch zu dieser nicht erfreulichen Situation: „Die Auflösung der Gebärstation in Bruck an der Mur war von Anfang an ein Fehler. Es gibt bis heute keine konkreten Zahlen in Puncto Einsparungen. Die weiteren Ereignisse um diese Auflösung (keine konkreten Jobangebote bzw. Probleme beim Bau) zeigt mir, wie fahrlässig man mit dieser wichtigen Station umgeht. Lieber steht die Gebärstation in Bruck leer als dass man den Umsiedlungstermin nach hinten verlegt. Ich sehe hier ein großes Fehlverhalten vom Land und appelliere an die Verantwortlichen!“ 

2. Dezember 2011