Lauter Protest in Aflenz: Widerstand gegen Reha-Verlegung wächst

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1.500 Personen protestierten am Samstag in Aflenz gegen eine Schließung des Reha-Zentrums.

In den vergangenen Wochen wurden die Pläne der PVA bekannt, das Reha-Zentrum in Aflenz nach St. Radegund zu verlegen. Mit dieser Verlegung würden der stationären Rehabilitation in der Obersteiermark bereits in drei Jahren die Schließung drohen. In der Region wächst daher der Protest, insbesondere unter den Beschäftigten – immerhin könnten so rund 135 Arbeitsplätze verloren gehen. Bei der Demonstration in Aflenz vergangen Samstag wurde erneut lautstark gegen die Pläne mobilisiert, auch die KPÖ beteiligte sich an der Kundgebung.

„Die Verlegungspläne der PVA sind für die Beschäftigten unzumutbar. Mehrstündige Pendelzeiten lassen sich weder mit Betreuungspflichten noch mit Teilzeitarbeit vereinbaren – wer also nicht pendeln kann, verliert seinen Arbeitsplatz. Damit wird die Existenz von rund 135 Arbeitnehmer:innen aufs Spiel gesetzt. Anstatt sichere Arbeitsplätze in der Region zu sichern, treibt die PVA eine Entscheidung voran, die die Interessen der Beschäftigten ignoriert“, kritisiert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

Auch vom Brucker KPÖ-Gemeinderat Thomas Pierer kommt deutliche Kritik. „Eine Verlegung nach St. Radegund würde nicht nur die Beschäftigten treffen, sondern die gesamte Region würde darunter leiden. Das Reha-Zentrum ist eine wichtige Einrichtung, von der die Bevölkerung, aber auch zahlreiche Betriebe profitieren. Ein Wegfall würde regionale Strukturen schwächen und langfristig die Attraktivität des Standorts massiv beeinträchtigen.“

Veröffentlicht: 30. März 2026