KPÖ half mit 2.350 Euro Menschen in Notlagen in Deutschlandsberg

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Claudia Klimt-Weithaler und Alexandra Wagner am Tag der offenen Konten.

Die KPÖ legt einmal im Jahr traditionell am Tag der offenen Konten Rechenschaft über die Verwendung ihrer Polit-Bezüge ab. Denn seit 1998, als Ernest Kaltenegger zum ersten Mal in die Grazer Stadtregierung einzog, behalten sich KPÖ-Mandatar:innen nur einen Teil ihrer Gehälter und helfen mit dem Rest in Not geratenen Menschen – so auch in Deutschlandsberg.

Bei einer Pressekonferenz haben Klubobfrau im Landtag Claudia Klimt-Weithaler und die Sozialberaterin Alexandra Wagner darüber berichtet, wie viel Geld im abgelaufenen Jahr Menschen in Deutschlandsberg zugutegekommen sind und für welche dringenden Ausgaben die Mittel benötigt wurden.

„Wir halten bis heute am Modell der Gehaltsobergrenze fest, weil wir keine Politik im Sinne großer Konzerne und Finanzinteressen betreiben. Denn wer sich mit seinem Einkommen weit von der Mehrheit der Bevölkerung entfernt, verliert zwangsläufig den Blick für die wirklichen Probleme der Menschen“, betont KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2.350 Euro an 16 Menschen in Notlagen in Deutschlandsberg weitergegeben. Seit 2018 konnten in Summe 146 Personen/Familien mit € 30.676,70 unterstützt werden. Die größte Notwendigkeit besteht auch heuer wieder bei der Unterstützung des Lebensbedarfs.

„Ein großer Teil unseres Geldes fließt in die Unterstützung für den Lebensbedarf, weil sich die Menschen teilweise die Lebensmittel oder Miete einfach nicht mehr leisten können. Neben der finanziellen Unterstützung ist aber vor allem auch die Beratung ein zentraler Teil unserer Arbeit. Viele wissen gar nicht, welche Leistungen ihnen eigentlich zustehen würden – oder scheitern an bürokratischen Hürden. Genau hier versuchen wir anzusetzen und gemeinsam Lösungen zu finden“, sagt Sozialarbeiterin Alexandra Wagner.

„Schon vor der Teuerung waren viele Menschen mit ihrem Einkommen bereits am Limit. Mit den stark steigenden Lebensmittelkosten sowie den hohen Mieten und Energiekosten geht sich das oft einfach nicht mehr aus. Die radikalen Kürzungen der Landesregierung verschärfen die Lage umso mehr“, fügt Klimt-Weithaler hinzu.

 

Die Verwendung der Gelder im Detail:

Verwendungszweck

Betrag

Unterstützte
Personen

Unterstützung für Lebensbedarf (enthält auch Bekleidung, Lebensmittelgutscheine, Bestattungskosten)

€ 1.600,00

12

Mietzinszahlungen (Verhinderung von Delogierungen),
inkl. Verfahrenskosten, Anwaltskosten)

 

 

Schule und Kinderbetreuung (Schulveranstaltungen, Computer, Nachhilfe, Ausbildungskosten)

 

 

Wohn-Einstiegskosten
(Kautionen, Provisionen, Baukostenbeiträge)

€ 400,00

2

Strom- und Heizkosten

 

 

Gesundheit (Spitals- und Arztrechnungen,
Heilbehelfe, Medikamente…)

€ 350,00

2

ÖV-Tickets, Fahrtkosten

 

 

Haushaltsgeräte, Boiler, Möbel

 

 

Gesamtausgaben für Unterstützungen

€ 2.350,00

16

Veröffentlicht: 6. März 2026