Diesen Bauchfleck hat Deutschlandsberg sich erspart

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KPÖ-Gemeinderat Walter Weiss hat schon vor Jahren vor finanziellen und anderen Tücken beim geplanten Hallenbad gewarnt.

Hallenbad abgesagt – Stadt hat sich Bauchfleck erspart

Einstimmig hat der Gemeinderat die Vereinbarung mit JUFA über den Bau des Hallenbades aufgekündigt. Von Seiten des Landes ist man zur Einsicht gekommen, dass angesichts der derzeitigen Bau- und Erhaltungskosten ein Hallenbad kein nachhaltiges Projekt darstellt. Gemeinderat Walter Weiss dazu: „Zum Glück hat was das Hallenbad betrifft, die Vernunft gesiegt. Die Stadt hat sich dank der Absage durch das Land einen finanziellen Bauchfleck erspart.“

Bei der Abstimmung über eine neue Vereinbarung mit JUFA über die Errichtung eines, schon zuvor geplanten, Indoorspielplatzes hat sich die KPÖ enthalten. „Das Projekt gehört zuerst zurück aufs Reißbrett. Die Planung muss dahingehend überarbeitet werden, dass das Hallenbad nicht gebaut wird. Hier kann man sicherlich Baukosten einsparen“, sagt Weiss.
 

Weiter warten aufs Czerweny-Haus

Einen Artikel der Kleinen Zeitung über den Deutschlandsberger Bauboom nahm KPÖ-Gemeinderat Walter Weiss zum Anlass, in der Gemeinderatssitzung am 29. November Bürgermeister Wallner zum aktuellen Stand bezüglich des Czerweny-Hauses zu fragen. Zur Erinnerung: die Stadtgemeinde hat zum Zwecke der Sanierung des Hauses ein Baurecht an die Ennstaler Siedlungsgenossenschaft vergeben. Der Bürgermeister berichtete, dass die Planungsphase noch andauert, da das Haus unter Denkmalschutz steht. Es soll demnächst zu einem Treffen zwischen den Planern und dem Bundesdenkmalamt geben, um einige Punkte zu klären. Die KPÖ wird weiter daran erinnern, dass dieses Projekt schnellstens umgesetzt werden muss, ist es doch die einzige Investition in den kommunalen Wohnbau in der Stadt.

Weiteres aus der Fragestunde

Die Frage zur Bautätigkeit in der Stadt nutzte Weiss, um vom Bürgermeister neue Auskünfte über das Bauprojekt am ehemaligen Kindernest-Areal zu erhalten. Laut Bürgermeister Wallner wird das Projekt demnächst vom Landesverwaltungsgericht behandelt. „Ich stehe diesem Vorhaben weiter kritisch gegenüber. Kommunales Eigentum wurde zum Zweck der Errichtung von Luxuswohnungen quasi verschenkt. Viel vernünftiger wäre es gewesen dieses Gelände der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen oder Gemeindewohnungen darauf zu errichten“, so der KPÖ-Gemeinderat.

Außerdem fragte Walter Weiss, ob die Ergebnisse der aktuellen Bürgerbeteiligung zum Hauptplatz auch schriftlich aufgelegt werden. Zumindest die GemeinderätInnen sollen schriftliche Unterlagen erhalten. Wir werden weiter berichten.

6. Dezember 2022