Bürgermeisteramt als Belohnung für Parteitreue

Klösch stimmte gegen die Kandidaten von SPÖ und FPÖ

Zur heutigen Bürgermeisterwahl in Bruck an der Mur meldete sich KPÖ-Gemeinderat Jürgen Klösch kritisch zu Wort.

„Ich habe bereits im Vorfeld klargemacht, dass ich Peter Koch nicht wählen werde. Er hat als Finanzstadtrat leider keine Führungsqualitäten bewiesen. Wir haben große finanzielle Schwierigkeiten, aber er hat alle Vorschläge der anderen Fraktionen ignoriert, dabei aber selber auch keine Ideen eingebracht.“ So Klösch.

Nach Ansicht der KPÖ sollte ein Bürgermeister versuchen, für alle Bruckerinnen und Brucker da zu sein. Dazu gehört auch ein anständiger Umgang mit den anderen Fraktionen im Gemeinderat. Jürgen Klösch dazu: „Die SPÖ führt sich noch immer so auf, als hätte sie die absolute Mehrheit. Auch im Vorfeld dieser Sitzung gab es keine Gespräche darüber, was den Fraktionen wichtig wäre und wie wir uns die Zusammenarbeit vorstellen.“

Auch zur FPÖ, sie hat mit Kletus Schranz ebenfalls einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt aufgestellt, findet Klösch klare Worte: „Das ist ein billiges politisches Spielchen. Man kann das eigentlich gar nicht ernst nehmen! Wir brauchen in der Gemeindestube endlich Stabilität und Ruhe. Der Vorschlag der FPÖ jedoch bringt nur noch weiter Streit. In keinem einzigen Ausschuss hätte die FPÖ eine Mehrheit, und gleichzeitig wollt ihr Bürgermeister spielen? Das ist unseriös.“

„Ich kann heute niemanden wählen. Ich hätte mir gewünscht, dass die SPÖ jemanden aufstellt, der für einen wirklich neuen Weg steht. Leider wird das Amt des Bürgermeisters in Bruck an der Mur nicht für neue Perspektiven vergeben, sondern für jahrelange Parteitreue. Hier wird für die kommenden Jahre eine Chance vertan.“ So Klösch, der dem scheidenden Bürgermeister für die Pension alles Gute wünscht.

Rückfragen: GR Jürgen Klösch

Tel.: 0664/47934386

2. Juni 2017