Bruck: Gemeinderat einstimmig gegen "Kleines Glücksspiel"

KPÖ-Dringlichkeitsantrag nun angenommen

KPÖ-Gemeinderat Jürgen Klösch: "Das neue Glücksspielgesetz bringt gravierende Verschlechterungen beim sogenannten Kleinen Glücksspiel, andererseits haben die Bundesländer nun die Möglichkeit, dieses Automatenglücksspiel zu untersagen. Deshalb müssen wir Druck auf die Landesregierung ausüben".

Spielsüchtige kosten die Gesellschaft durch Therapiekosten und allfälligen Strafvollzug wegen Beschaffungskriminalität viel Geld, das verursacht höhere Kosten als durch die Steuereinnahmen hereinkommen.

Die Einnahmen, die das Land durch Abgaben auf Automaten nach dem neuem Gesetz lukrieren kann, sind wesentlich geringer als die Folgekosten der explodierenden Spielsucht. Erst vor Kurzem hat eine Gallup-Studie darauf hingewiesen, dass in Österreich immer mehr Menschen dadurch ihre Existenz verlieren. Die Steiermark ist bei den Automaten trauriger Spitzenreiter, diese Entwicklung darf das Land nicht fördern.

Dem Land Steiermark steht es nach der jetzigen Gesetzeslage frei, auf die Vergabe von Lizenzen für die Betreiber von Glücksspielautomaten zu verzichten. Das gibt dem Land Steiermark die Möglichkeit, dem Beispiel von Salzburg, Tirol und Vorarlberg zu folgen und das „Kleine Glücksspiel“ ab 2015 zu verbieten.

Mit diesem Antrag fordert der Gemeinderat der Stadt Bruck/Mur nach Kapfenberg die Landesregierung auf, keine Bewilligungen nach § 5 Glückspielgesetz zum Betrieb von Glücksspielautomaten zu erteilen.

27. Juni 2012