ATB: Demonstration für Erhalt des Werkes

KPÖ fordert erneut Verstaatlichung

Bei der Demonstration vor dem ATB-Werk in Spielberg waren KPÖ und die Arbeiterkammerfraktion GLB-KPÖ stark vertreten. Mehrere Arbeiterkammerräte sowie KPÖ-Gemeinderäte aus Judenburg, Zeltweg, Spielberg, Knittelfeld und Leoben und zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer zeigten sich solidarisch mit den Beschäftigten im Werk.

Wie Betriebsratsbmann Michael Leitner verkündete, werden derzeit zahlreichen Beschäftigten die Kündigungsschreiben überreicht. Dabei wurden Vertreter des ÖGB sowie der Arbeiterkammer vor die Tür gesetzt. GLB-Arbeiterkammerrat Kurt Luttenberger kritisiert dies scharf: "Es muss klar sein, dass diese Kündigungen sofort zurückgenommen werden! Dass die Betriebsleitung zu solchen Maßnahmen greift zeigt, wie nervös sie ist. Darum braucht es jetzt ein Zeichen der Kampfbereitschaft. Die angekündigte Betriebsversammlung am Mittwoch darf da nur der erste Schritt sein!"

Es braucht nach Ansicht der KPÖ sofortige Maßnahmen, um den Abtransport der Maschinen ins Ausland abzuwenden. Nur so hat der Betrieb und die Region eine Chance, um die Arbeitsplätze für die Zukunft zu erhalten.

Erich Wilding, KPÖ-Gemeinderat in Spielberg, dazu: "Wir fordern die Übernahme in die öffentliche Hand. Das ist die letzte Chance für die ATB und die arbeitenden Menschen. Dazu braucht es ein Konzept, wie mit Hilfe von Forschung und Entwicklung der Standort in die Zukunft geführt werden kann. Wir haben entsprechende Vorschläge eingebracht, jetzt gilt es, diese Möglichkeiten umzusetzen!"

Die nächte Betriebsversammlung findet am Mittwoch um 11 Uhr statt. Die KPÖ ruft dazu auf, sich an der zeitgleich vor dem Werk stattfindenden Demonstration zu beteiligen und sich mit der Belegschaft zu solidarisieren.

 

 

 

 

 

24. August 2020