Strompool Austria: So senken wir den Strompreis nachhaltig

Dr. Werner Murgg (KPÖ-LAbg.) und Manfred Eber (Grazer KPÖ-Stadtrat) legen neues Strommarkt-Modell für langfristig tiefere Strompreise vor

 

Die aktuelle Preisexplosion beim Strom macht vielen Österreicherinnen und Österreichern massiv zu schaffen. Eine nachhaltige Lösung muss offensichtlich her. Die KPÖ Steiermark hat darum gemeinsam mit Expertinnen und Experten ein neues Strommarkt-Modell namens „Strompool Austria“ entwickelt, das zeitnah und nachhaltig für erheblich niedrigere Preise sorgen soll. Der KPÖ-Landtagsabgeordnete Dr. Werner Murgg und der Grazer Stadtrat und Eigentümervertreter der Energie Graz, Manfred Eber, haben dieses Modell heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

 „Die heute gültigen Marktregeln haben zu Schönwetterzeiten halbwegs funktioniert, in der aktuellen Krise sind sie aber völlig untauglich. Das zeigt ein Blick auf die Stromabrechnung leider überdeutlich. Dank Merit-Order-Prinzip und anderer neoliberaler Vehikel bezahlen Millionen Stromkunden aktuell Höchstpreise, während die Energieversorger Milliardengewinne schreiben und ihren Managern Millionen als ,Erfolgsboni‘ auszahlen. Es ist offensichtlich, dass es ein neues Strommarkt-Modell braucht, das für niedrigere Preise sorgt“, so Werner Murgg im Rahmen der heutigen Pressekonferenz.

„Die enormen Preissprünge am Strommarkt bringen viele Menschen in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. Die aktuelle Teuerungswelle darf nicht zu einem sozialen Notstand führen. Ausgleichszahlungen für die am meisten Betroffenen sind absolut notwendig, dennoch darf es nicht bei Symptombehandlung bleiben  – die Krise am Energiemarkt gehört an der Wurzel behandelt. Wenn der Markt versagt, muss der Staat regulierend eingreifen und allen Menschen ihre Stromversorgung sichern“, so Manfred Eber.

Der Vorschlag der KPÖ: Der „Strompool Austria“
   

Marktmodell „Strompool Austria” könnte sofort und nachhaltig Preise senken

Das Marktmodell „Strompool Austria” unterscheidet sich hauptsächlich in drei Bereichen von den aktuellen Marktregeln:

Erstens besteht die gesetzliche Verpflichtung für alle Stromerzeugungsanlagen in Österreich, den erzeugten Strom zu einem Preis auf Basis von Vollkosten an den Strompool Austria zu verkaufen.

Zweitens ist der Strommarkt aufgespaltet in einen Bereich mit regulierten Preisen und einen Bereich mit Marktpreisen, welche sich – wie bisher – an den Preisen der Strombörsen orientieren. Alle Stromkundinnen und -kunden in Österreich haben im neuen Marktmodell „Strompool Austria” das Recht, zwischen regulierten Preisen und freien Marktpreisen zu wählen, wodurch das Modell mit den EU-Regeln kompatibel ist.

Drittens zielt das Modell - in Abkehr vom Irrglauben, dass der „freie Markt“ immer am besten auch für die Versorgungssicherheit sorgen würde – ab auf die Rückkehr zur energiepolitischen Kontrolle über langfristig wirtschaftliche Strompreise, sowie über Ausbau oder Stilllegung von Erzeugungskapazitäten.

Aufgrund des Preismixes der Vollkosten aus kostengünstigen und aus teureren Erzeugungsanlagen kann der angebotene regulierte Strompreis sofort deutlich günstiger sein als der Marktpreis, der sich an den teuersten Erzeugerpreisen orientiert. Österreich ist in der glücklichen Lage ist, rund 60 % der Stromerzeugung durch günstige Wasserkraft abzudecken.

Die KPÖ-Vorschläge würden langfristig zu für die Haushalte leistbaren Strompreisen führen. Wie wichtig das wäre, zeigt die angespannte finanzielle Lage großer Teile der Bevölkerung sehr deutlich. Die KPÖ appelliert darum an die Bundesregierung, die Implementierung des „Strompools Austria“ ernstlich zu prüfen.  

 

Rückfragehinweis: Landtagsklub der KPÖ, Tel. 0316/877-5103

Elke Kahr: "Schließe Verkauf von Gemeindewohnungen aus"

19-08-26 „Ei­nen Teil da­von ver­klop­fe ich…“, mit die­sen Wor­ten hat ein ho­her Wie­ner SP-Funk­tio­när laut über den mög­li­chen Ver­kauf von fast der Hälf­te der 220.000 Wie­ner Ge­mein­de­woh­nun­gen nach­ge­dacht. „Das ist ein Schlag ins Herz der SPÖ-Wi­en. In der Stei­er­mark hat die SPÖ…

Unsachgemäßer Umgang mit Asbest-Material in Gniebing (Feldbach)

17-08-26 Beim Ab­riss des ge­mein­de­ei­ge­nen Hau­ses in Gnie­bing ist es heu­te Mon­tag, wie be­reits von der KPÖ be­fürch­tet, zu ei­nem be­denk­li­chen Um­gang mit as­best­hal­ti­gem Bau­ma­te­rial ge­kom­men. So­wohl das Dach als auch die Au­ßen­ver­k­lei­dung des vor 1990 er­rich­te­ten Ge­bäu­des be­ste­hen aus as­best­hal­ti­gen…

Klimaschäden: Wer vom Bodenverbrauch profitiert, muss jetzt auch die Rechnung zahlen

11-08-26 Die an­hal­ten­de Dür­re und die ex­t­re­me Hit­ze set­zen im­mer mehr Men­schen un­ter Druck. Be­son­ders stark be­trof­fen ist die Land­wirt­schaft: Ern­te­aus­fäl­le, Fut­ter­mit­tel­knapp­heit mit dar­aus fol­gen­den Zwangs­schlach­tun­gen so­wie Wald­brän­de be­dro­hen auch hier in der Stei­er­mark die Exis­tenz bäu­er­li­cher Be­trie­be. Wenn der Um­welt­mi­nis­ter…

Max Korp 1951–2026

06-08-26 Die KPÖ trau­ert um ei­nen Ge­nos­sen, der die Gra­zer Or­ga­ni­sa­ti­on mit auf­ge­baut und mit ge­prägt hat.

Veröffentlicht: 10. August 2022