Steirische Kinderbildung- und -betreuung: Schlusslicht statt Fortschritt
Eine neue Analyse des Momentum Instituts stellt der steirischen Kinderbetreuung ein negatives Zeugnis aus: Mit einer Betreuungsquote von nur 24 Prozent bei den unter Dreijährigen und 89 Prozent bei den Drei- bis Fünfjährigen ist die Steiermark in beiden Altersgruppen österreichweit Schlusslicht. Fehlende Plätze und unzureichende Öffnungszeiten machen es vielen Eltern schwer, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Die Folgen davon tragen meist Frauen, die einen Großteil der unbezahlten Care-Arbeit übernehmen müssen und somit auch in die Teilzeit gedrängt werden. Der Mangel an Betreuungsplätzen verschärft aber nicht nur die soziale Ungleichheit, sondern nimmt den Kindern auch wichtige Chancen auf frühkindliche Bildung und Entwicklung.
„Es kann nicht sein, dass die Steiermark bei der elementaren Bildung österreichweit am schlechtesten abschneidet und die blau-schwarze Landesregierung trotzdem so tut, als wäre alles in Ordnung. Landesrat Hermann lässt keine Gelegenheit aus, auf vermeintliche Fortschritte in der Elementaren Bildung zu verweisen, doch die Realität sieht anders aus: Die bisher gesetzten Maßnahmen sowie die Novelle des Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes hat weder für das Personal noch für die Kinder und Eltern eine einzige spürbare Verbesserung gebracht“, kritisiert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.
Veröffentlicht: 15. Oktober 2026