Rechenzentren mit Folgen: KPÖ fordert klare Regeln statt Ressourcenverbrauch ohne Grenzen

290726-rechenzentrum.jpg
"Ein Milliardenkonzern wie Google darf nicht auf Kosten der Allgemeinheit wertvolle Ressourcen verbrauchen und die Folgen seiner Projekte auf die Bevölkerung abwälzen."

Seit Wochen sorgt der geplante Ausbau eines Google-Rechenzentrums im oberösterreichischen Kronstorf für Diskussionen und Proteste in der Bevölkerung. Kritisiert werden vor allem der enorme Ressourcenverbrauch und die Auswirkungen auf Umwelt und Infrastruktur: Rund 50 Hektar wertvoller Boden sollen versiegelt, große Mengen Wasser aus der Enns zur Kühlung entnommen und erhebliche Strommengen verbraucht werden. Der Fall zeigt deutlich, dass angesichts des weltweit steigenden Bedarfs an Rechenleistung – insbesondere durch den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz – klare Regeln für den Bau und Betrieb von Mega-Rechenzentren notwendig sind.

Sollte die Steiermark künftig Standort eines neuen Zentrums werden, fordert die KPÖ mittels Antrag klare Vorgaben des Landes, um die damit verbundenen ökologischen Auswirkungen möglichst einzudämmen: Neben einem landesweiten Standortkonzept, sollen Betreiber die entstehenden Infrastrukturkosten selbst tragen und öffentliche Unterstützung nur dann erhalten, wenn eine nachhaltige regionale Wertschöpfung gewährleistet ist. Zudem soll sich das Land beim Bund für eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung für Mega-Rechenzentren einsetzen.

„Ein Milliardenkonzern wie Google darf nicht auf Kosten der Allgemeinheit wertvolle Ressourcen verbrauchen und die Folgen seiner Projekte auf die Bevölkerung abwälzen. Digitale Infrastruktur ist wichtig, aber die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Umwelt müssen Vorrang vor den Profitinteressen globaler Konzerne haben. Gerade angesichts steigender Hitzeperioden und Wasserknappheit, braucht es klare Regeln, damit digitale Entwicklung nicht auf Kosten unserer Lebensgrundlagen geht“, fordert KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

KPÖ und Grüne setzen Grazer Weg fort

21-08-26 Nach der Ge­mein­de­rats­wahl im Ju­ni ha­ben KPÖ und Grü­ne ih­re Koa­li­ti­ons­ve­r­ein­ba­rung für die kom­men­den fünf Jah­re prä­sen­tiert. Im Mit­tel­punkt ste­hen sta­bi­le Fi­nan­zen, die Ab­si­che­rung der Da­s­eins­vor­sor­ge, not­wen­di­ge In­ves­ti­tio­nen und die Fort­set­zung des Gra­zer Wegs für ei­ne le­bens­wer­te Stadt für al­le.

Elke Kahr: "Schließe Verkauf von Gemeindewohnungen aus"

19-08-26 „Ei­nen Teil da­von ver­klop­fe ich…“, mit die­sen Wor­ten hat ein ho­her Wie­ner SP-Funk­tio­när laut über den mög­li­chen Ver­kauf von fast der Hälf­te der 220.000 Wie­ner Ge­mein­de­woh­nun­gen nach­ge­dacht. „Das ist ein Schlag ins Herz der SPÖ-Wi­en. In der Stei­er­mark hat die SPÖ…

Unsachgemäßer Umgang mit Asbest-Material in Gniebing (Feldbach)

17-08-26 Beim Ab­riss des ge­mein­de­ei­ge­nen Hau­ses in Gnie­bing ist es heu­te Mon­tag, wie be­reits von der KPÖ be­fürch­tet, zu ei­nem be­denk­li­chen Um­gang mit as­best­hal­ti­gem Bau­ma­te­rial ge­kom­men. So­wohl das Dach als auch die Au­ßen­ver­k­lei­dung des vor 1990 er­rich­te­ten Ge­bäu­des be­ste­hen aus as­best­hal­ti­gen…

Klimaschäden: Wer vom Bodenverbrauch profitiert, muss jetzt auch die Rechnung zahlen

11-08-26 Die an­hal­ten­de Dür­re und die ex­t­re­me Hit­ze set­zen im­mer mehr Men­schen un­ter Druck. Be­son­ders stark be­trof­fen ist die Land­wirt­schaft: Ern­te­aus­fäl­le, Fut­ter­mit­tel­knapp­heit mit dar­aus fol­gen­den Zwangs­schlach­tun­gen so­wie Wald­brän­de be­dro­hen auch hier in der Stei­er­mark die Exis­tenz bäu­er­li­cher Be­trie­be. Wenn der Um­welt­mi­nis­ter…

Veröffentlicht: 29. Juli 2026