Keine Verbesserung für Kinder, mehr Belastung für Personal – KPÖ kritisiert Kinderbildungsnovelle

Kinder-Elementare Bildung - Elementarpädagogik - Kind (3).jpg
"Die Stellungnahmen aus der Praxis sind ein deutliches Warnsignal, das die Landesregierung nicht ignorieren darf. Besonders alarmierend ist nämlich, dass diese Novelle keine einzige Maßnahme enthält, die den Kindern zugutekommt."

Die Novelle des Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes stand heute im Bildungsausschuss auf der Tagesordnung. Bereits im Vorfeld hat sie insbesondere bei den Beschäftigten für große Aufregung gesorgt. Zentrale Kritikpunkte sind die Höchstzahlen der Kindergartengruppen, die nun ohne Verfahren auf 27 Kinder vergrößert werden können, die Abschwächung der Vorgaben für Bewegungsräume und Spielplätze sowie die Umstellung auf reine Ganzjahresbetriebe. Besonders unverständlich ist es, dass pädagogische Fachexpertise zwar im Vorfeld eingeholt, aber demonstrativ ignoriert wurde.

Immerhin wurden beim Bildungsgipfel im März gemeinsam mit allen relevanten Akteur:innen aus der Praxis ausführlich über die aktuellen Herausforderungen in der Kinderbildung und -betreuung diskutiert sowie mögliche Lösungen erarbeitet. Von diesen Ergebnissen findet sich im vorliegenden Gesetzesentwurf jedoch keine einzige Maßnahme wieder. Auch die rund 500 Stellungnahmen der Beschäftigten im Begutachtungsverfahren haben keinerlei Berücksichtigung gefunden.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler übt scharfe Kritik: „Die Stellungnahmen aus der Praxis sind ein deutliches Warnsignal, das die Landesregierung nicht ignorieren darf. Besonders alarmierend ist nämlich, dass diese Novelle keine einzige Maßnahme enthält, die den Kindern zugutekommt. Stattdessen bedeutet sie größere Gruppen, schlechtere Rahmenbedingungen und zusätzliche Belastungen für das Personal. Wenn Landeshauptmann-Stellvertreterin Khom dann behauptet, es gebe keine Abstriche bei der pädagogischen Qualität, dann stellt sich ernsthaft die Frage, ob sie diese Novelle überhaupt gelesen hat – oder sie blendet bewusst die Sorgen der Beschäftigten und die Realität in den Einrichtungen aus.“

Gemeinderat: KPÖ setzt sich für „sozialere“ Sozialstaffel ein

06-06-25 In der ges­t­ri­gen Ge­mein­de­rats­sit­zung hat KPÖ-Bil­dungs­sp­re­che­rin Mi­na Na­ghi­bi ei­ne Pe­ti­ti­on an das Land Stei­er­mark ein­ge­bracht, die ei­ne Über­ar­bei­tung der So­zial­staf­fel in ele­men­tar­päda­go­gi­schen Bil­dungs- und –be­t­reu­ungs­stät­ten an­regt. Der An­trag wur­de mit den Stim­men der KPÖ, Grü­nen und SPÖ an­ge­nom­men.

Land gegen bessere Arbeitsbedingungen in Kindergärten und -krippen

28-11-24 Der Gra­zer Ge­mein­de­rat hat es sich ein­stim­mig ge­wünscht, aber das Land Stei­er­mark lehnt ab: Mit zu­sätz­li­chen Ur­laubs­ta­gen für lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ter:in­nen in den Kin­der­gär­ten und -krip­pen soll­ten die Ar­beits­be­di­gun­gen ver­bes­sert wer­den. KPÖ-Ge­mein­de­rä­tin Mi­na Na­ghi­bi will aber dran­b­lei­ben.

Elementare Bildung: Landesregierung lässt Kommunen und Beschäftigte im Regen stehen

04-04-24 Es sind alar­mie­ren­de Zah­len, die die Ar­bei­ter­kam­mer Stei­er­mark im Rah­men ih­rer Kin­der­zu­kunfts­in­dex-Un­ter­su­chung heu­te ver­öf­f­ent­licht hat: Im Durch­schnitt mel­den die be­frag­ten Be­schäf­tig­ten in stei­ri­schen Kin­der­bil­dungs- und -be­t­reu­ung­s­ein­rich­tun­gen ei­ne Be­las­tung von 47,4 von 70 mög­li­chen Punk­ten auf dem Kin­der­zu­kunfts­in­dex, was ei­ner „ge­fähr­li­chen…

Veröffentlicht: 2. Juni 2026