Grazer ÖBB-Fahrdienstleitung auf dem Abstellgleis? – KPÖ kritisiert Verlegungspläne nach Villach

ÖBB_Zug_Graz-2.jpg
Mit der Verlegung fallen nicht nur viele Jobs am Grazer Hauptbahnhof weg, sondern droht langfristig auch das Berufsbild der Fahrdienstleiter:innen in der Steiermark vollständig zu verschwinden.
Foto: © © Lukas3333, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:%C3%96BB_4744_008.jpg, CC BY-SA 4.0

Im Zuge einer geplanten Zentralisierung der ÖBB-Fahrdienstleitungen im kärntnerischen Villach sind bereits zahlreiche Standorte in der Steiermark verloren gegangen. Nun droht auch jene in Graz noch im kommenden Herbst nach Kärnten verlegt zu werden. Darüber hinaus planen die ÖBB, bis spätestens 2027 einen Großteil des steirischen Schienenverkehrs von der Betriebsführungszentrale (BFZ) in Villach aus zu steuern und die dafür benötigten Arbeitsplätze dorthin zu verlagern. Damit fallen nicht nur viele Jobs am Grazer Hauptbahnhof weg, sondern droht langfristig auch das Berufsbild der Fahrdienstleiter:innen in der Steiermark vollständig zu verschwinden.

Die Zentralisierung hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Beschäftigten. Gleichzeitig nimmt die Zahl der besetzten Bahnhöfe laufend ab, wodurch persönlicher Service für Fahrgäste immer stärker verloren geht. Dabei sind gerade ältere Menschen auf Ansprechpersonen vor Ort angewiesen. Zudem kann geringere Ortskenntnis dazu führen, dass im Zweifelsfall Entscheidungen aus der Ferne am Computer getroffen werden, die an den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort vorbeigehen.

„Während die Koralmbahn die Südregion stärkt und den Bahnverkehr rund um Graz enorm aufwertet, ziehen die ÖBB wichtige Arbeitsplätze und Kompetenzen aus der Steiermark ab. Wer ständig von der Stärkung des öffentlichen Verkehrs spricht, darf nicht gleichzeitig jene Menschen und Strukturen abbauen, die tagtäglich für einen sicheren und funktionierenden Bahnbetrieb sorgen. Diese Entwicklung lehnen wir entschieden ab“, kritisiert KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

Um Klarheit über die geplante Verlegung der Fahrdienstleitung in Graz zu schaffen, hat die KPÖ eine schriftliche Anfrage an die zuständige Landesrätin Holzer eingebracht. Darin wird sowohl nach dem aktuellen Stand der Pläne als auch nach möglichen weiteren Verlagerungen von Fahrdienstleitungen aus der Steiermark gefragt.

Klimaschäden: Wer vom Bodenverbrauch profitiert, muss jetzt auch die Rechnung zahlen

11-08-26 Die an­hal­ten­de Dür­re und die ex­t­re­me Hit­ze set­zen im­mer mehr Men­schen un­ter Druck. Be­son­ders stark be­trof­fen ist die Land­wirt­schaft: Ern­te­aus­fäl­le, Fut­ter­mit­tel­knapp­heit mit dar­aus fol­gen­den Zwangs­schlach­tun­gen so­wie Wald­brän­de be­dro­hen auch hier in der Stei­er­mark die Exis­tenz bäu­er­li­cher Be­trie­be. Wenn der Um­welt­mi­nis­ter…

Max Korp 1951–2026

06-08-26 Die KPÖ trau­ert um ei­nen Ge­nos­sen, der die Gra­zer Or­ga­ni­sa­ti­on mit auf­ge­baut und mit ge­prägt hat.

Equal-Pension-Day: Ein Leben lang fleißig gearbeitet und trotzdem zu wenig Pension

03-08-26 Frau­en er­hal­ten im Schnitt um 39,4 Pro­zent we­ni­ger Brut­to­pen­si­on als Män­ner. Der­zeit liegt die Frau­en-Durch­schnitt­s­pen­si­on bei 1.614 Eu­ro brut­to, die durch­schnitt­li­che Pen­si­on der Män­ner bei 2.664 Eu­ro brut­to. Rein rech­ne­risch be­deu­tet das: Ab dem 9. Au­gust be­zie­hen Pen­sio­nis­tin­nen ös­t­er­reich­weit bis…

Veröffentlicht: 5. Juni 2026