Gesundheitsversorgungslücken sind Ergebnis langjähriger Fehlentwicklungen

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"Wenn die SPÖ nun vor einem Gesundheits- und Pflegenotstand warnt, dann muss man schon dazusagen: Diese Entwicklung ist nicht vom Himmel gefallen."

Die heutige Debatte im Landtag zur Gesundheitsversorgung in der Steiermark macht aus Sicht der KPÖ erneut deutlich, dass sich die Herausforderungen in diesen Bereichen über Jahre hinweg zugespitzt haben. Die Auswirkungen dieser Entwicklung zeigen sich inzwischen deutlich: Während die Zahl der Wahlärzt:innen kontinuierlich steigt, geht die Zahl der Kassenärzt:innen zurück. Gleichzeitig bestehen in vielen Regionen der Steiermark erhebliche Versorgungslücken – etwa bei Kinderärzt:innen, Frauenärzt:innen, in der Psychiatrie sowie in weiteren medizinischen Fachbereichen.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler betont: „Wenn die SPÖ nun vor einem Gesundheits- und Pflegenotstand warnt, dann muss man schon dazusagen: Diese Entwicklung ist nicht vom Himmel gefallen. Der Regionale Strukturplan Gesundheit – also die zentrale Grundlage für Planung und Steuerung der Gesundheitsversorgung – wurde über viele Regierungsperioden hinweg von SPÖ und ÖVP gemeinsam beschlossen und mitgetragen. Genau diese politischen Entscheidungen haben die heutige lückenhafte Struktur und das wachsende regionale Ungleichgewicht überhaupt erst möglich gemacht.“

Als zentrale Antwort auf die Versorgungsengpässe werden in den letzten Jahren immer öfter die Primärversorgungseinheiten genannt. Für die KPÖ ist dieses Modell als durchaus positiv und sinnvoll zu bewerten, doch tragen sie in der derzeitigen Ausgestaltung nicht zur Lösung des Fachärzt:innenmangels bei. Zudem sind diese Zentren nicht als zusätzliche Versorgung gedacht, sondern ersetzen lediglich bestehende Strukturen. Vor diesem Hintergrund braucht es aus Sicht der KPÖ eine Gesundheitsplanung, die sich stärker an der tatsächlichen Versorgungssituation orientiert und nicht primär an rechnerischen Modellannahmen oder statistischen Zielwerten.

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Veröffentlicht: 16. Juni 2026