Equal Pay Day: Der Lohnungleichheit auf der Spur

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Aktion am Grazer Südtirolerplatz

KPÖ, KJÖ, KSV, Junge Linke und der Bund Demokratischer Frauen haben sich heute bei einer Aktion am Südtirolerplatz mit einer Lupe im Gepäck auf die Suche nach mehr Lohntransparenz gemacht.

In Österreich arbeiten Frauen nämlich ab dem 5. November statistisch gesehen bis zum Jahresende gratis, in der Steiermark sogar ab dem 30. Oktober. Denn Männer haben bis dahin bereits so viel verdient wie Frauen im ganzen Jahr. Anlässlich des Equal Pay Day macht die KPÖ auf die anhaltende Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Unter dem Motto „Der Lohnungleichheit auf der Spur – Wo bleibt die Lohntransparenz?“ richtet sich der Blick heuer besonders auf die Ursachen der Ungleichbehandlung, die bereits im Kindesalter beginnen und sich durch das gesamte Leben ziehen.

  • Ungerechte Bezahlung: Mädchen bekommen 17 % weniger Taschengeld, Frauen verdienen 17,6 % weniger pro Stunde und erhalten 40,3 % weniger Pension.
  • Frauenarbeit wird abgewertet: Arbeit, die überwiegend Frauen leisten, wird oft schlechter bezahlt. Dazu kommt der Großteil der unbezahlten Haus- und Care-Arbeit.
  • Fehlende Lohntransparenz: Österreich hätte die EU-Entgelttransparenzrichtlinie bis Juni 2026 umsetzen müssen. Doch die Umsetzung fehlt weiterhin!
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Der Lohntransparenz auf der Spur.

„Lohntransparenz ist ein wichtiger Schritt, um Ungleichbehandlung sichtbar zu machen und die Lohnlücke auf lange Sicht zu schließen. Denn nur wenn Unterschiede bei der Bezahlung offengelegt werden, können ungerechte Gehaltsstrukturen erkannt und wirksame Maßnahmen dagegen gesetzt werden“, betont die KPÖ-Frauenvorsitzende Miriam Herlicska.

„Seit Jahrzehnten kämpfen Frauen für mehr Gleichberechtigung und trotzdem verdienen sie immer noch deutlich weniger als Männer. Wenn dann auch noch wichtigen Instrumenten wie der EU-Entgelttransparenzrichtlinie von Wirtschaftstreibenden ein Riegel vorgeschoben wird, dann ist eine Missachtung aller Frauen. Wir fordern weiterhin: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!“, fügt KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler hinzu.

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Veröffentlicht: 6. November 2026