Energy Drinks gehören nicht in Kinderhände

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"Andere Länder machen vor, dass ein Verkaufsverbot möglich und sinnvoll ist – das sollte auch in der Steiermark umsetzbar sein.“
Foto: © Pixabay

Energy Drinks sind inzwischen in nahezu allen Geschmacksrichtungen, Größen und Varianten erhältlich – und erfreuen sich nicht nur bei Erwachsenen, sondern besonders auch bei jungen Menschen großer Beliebtheit. Ein europaweiter Bericht der European Food Safety Authority (Efsa) zeigt sogar, dass Jugendliche im Vergleich zu anderen Altersgruppen am häufigsten zu diesen Getränken greifen, oft mehrmals täglich. Für Kinder unter 14 Jahren kann der Konsum von Red Bull, Monster Energy und Co. jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, enthalten Energy Drinks neben rund neun Stück Würfelzucker auch zahlreiche Substanzen wie Zitronensäure, Farbstoffe, Aromen sowie Taurin, Guarana, Inosit und vor allem jede Menge Koffein. Laut Efsa sollten Kinder und Jugendliche nicht mehr als 3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen. Bei einem 12-jährigen Kind mit 45 Kilo entspricht das maximal 135 mg Koffein – eine 250-ml-Dose enthält im Schnitt bereits 80 mg. Besonders bedenklich sind sogenannte Energy-Shots: Mit bis zu 200 mg Koffein überschreiten sie die für Kinder und viele Jugendliche empfohlene Höchstmenge deutlich.

Gesundheitliche Folgen

Das kann schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen haben: Untersuchungen zeigen, dass übermäßiger Konsum von Energy Drinks die Funktion des Herzkreislaufsystems negativ beeinflussen kann – mit möglichen Auffälligkeiten des Herzrhythmus und Blutdruckerhöhungen. Bereits 2008 berichtete das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) von Fällen mit Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen bis hin zu Todesfällen. Jüngste Studien belegen, dass selbst geringe Mengen bereits negative Effekte auf Herz und Kreislauf haben können. Die KPÖ ist daher überzeugt: Energy Drinks sind für unter 14-Jährige grundsätzlich ungeeignet – besonders für unruhige Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen.

In der vergangenen 54. Sitzung der Gesundheitsplattform Steiermark hat KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler dieses Thema auch aufs Tapet gebracht und eine Stellungname der Verantwortungsträger:innen gefordert. Darin betonte die Fach- und Koordinationsstelle Ernährung, dass „eine Einschränkung der Zugänglichkeit von Energy Drinks insbesondere im Schulbereich begrüßenswert” sei. In mehreren europäischen Ländern wie Polen, Litauen, Großbritannien oder künftig auch Tschechien gelten bereits Altersbeschränkungen oder Verkaufsverbote.

Antrag der KPÖ

Die KPÖ fordert jetzt mittels Antrag eine Novelle des Steiermärkischen Jugendgesetzes, mit der der Verkauf von Energy Drinks an Kinder bis 14 Jahre verboten wird. „Für Kinder sind Energy Drinks grundsätzlich ungeeignet – das ist längst bekannt und wissenschaftlich belegt. Es ist widersprüchlich, wenn wir einerseits in Schulen auf gesunde Ernährung achten, andererseits aber der freie Verkauf stark koffeinhaltiger Energy Drinks an Kinder möglich ist. Es braucht klare gesetzliche Regelungen, um die Gesundheit junger Menschen besser zu schützen. Andere Länder machen vor, dass ein Verkaufsverbot möglich und sinnvoll ist – das sollte auch in der Steiermark umsetzbar sein“, fordert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

 

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Veröffentlicht: 28. Juli 2025