Solidarität mit Kuba – KPÖ Steiermark sammelt 10.000 Euro für medizinische Hilfe in Kuba
Die Lage in Kuba spitzt sich dramatisch zu. Seit Jahrzehnten leidet der Inselstaat unter der wirtschaftlichen Blockade der USA, doch die jüngsten Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump verschärfen die Situation enorm. Washington versucht, auch die letzten Erdöllieferungen nach Kuba zu unterbinden – mit gravierenden Folgen für die Energieversorgung. Landesweite Stromausfälle und massive Versorgungsprobleme prägen inzwischen den Alltag der rund zehn Millionen Einwohner:innen. Die anhaltende Treibstoffknappheit gefährdet nicht nur die Stabilität des Stromnetzes, sondern zunehmend auch die Gesundheitsversorgung. Durch fehlende Rohstoffe, Energieengpässe und eingeschränkten Zugang zu internationalen Märkten können viele Medikamente nicht mehr im bisherigen Ausmaß produziert werden – Schuld an dieser Situation sind die USA.
Um die Bevölkerung zu unterstützen, ist eine internationale Solidaritätsaktion unter dem Namen „Convoy for Cuba“ entstanden. Neben anderen europäischen und südamerikanischen Ländern, beteiligt sich auch die KPÖ Steiermark gemeinsam mit dem Arbeitskreis Gesundheit und Pflege sowie der KJÖ daran. Insgesamt konnten so 10.000 Euro gesammelt werden, womit dringend benötigte Medikamente sowie medizinisches Equipment gekauft wurden, die im Rahmen des internationalen Konvois nach Kuba transportiert werden.
Die Übergabe der Solidaritätshilfe findet am 21. März in der Hauptstadt Havanna statt. Teil des Konvois ist auch Michaela Lang von der KPÖ Steiermark, die persönlich nach Kuba reisen wird: „Gerade jetzt ist internationale Solidarität wichtiger denn je. Die Menschen in Kuba leiden aktuell unter den menschenunwürdigen Blockaden der USA, die bewusst darauf abzielen, das Land zu erdrosseln, weil es einen unabhängigen sozialistischen Weg geht und sich nicht den Interessen des US-Imperialismus unterordnet. Wenn Krankenhäuser wegen fehlender Energie und Medikamente an ihre Grenzen stoßen, hat das unmittelbare Folgen für Millionen Menschen. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, Teil dieses Konvois zu sein, um zu zeigen, dass die Bevölkerung in Kuba in dieser schwierigen Lage nicht allein gelassen wird.“
KPÖ-Landtagsabgeordneter und Landesvorsitzender Alexander Melinz fügt hinzu: „Das Vorgehen der USA und Präsident Trump ist klar zu verurteilen, nicht nur, weil es gegen internationales Recht verstößt und sich auch die UNO klar gegen das Vorgehen ausspricht, sondern vor allem weil es für die Menschen vor Ort dramatische Auswirkungen hat. Daher ist für uns als KPÖ die Beteiligung an dieser Aktion ein Ausdruck gelebter internationaler Solidarität. Angesichts der sich zuspitzenden humanitären Lage in Kuba ist es notwendig, alles zu tun, um das Land zu unterstützen.“
Veröffentlicht: 18. März 2026