Mercosur-Abkommen: Kleine landwirtschaftliche Betriebe verlieren, große Konzerne profitieren

090126-container.jpg
"Dieses Abkommen fördert prekäre Produktionsbedingungen, Umweltzerstörung und Konzerninteressen."

Die KPÖ lehnt das heute beschlossene Mercosur-Abkommen entschieden ab, da es exemplarisch für eine Handelspolitik steht, die Profite großer Konzerne über ökologische und soziale Interessen stellt. Während heimische Bäuer:innen unter immer strengeren Auflagen produzieren, öffnet die EU den Markt für Billigimporte aus Ländern mit deutlich niedrigeren Umwelt- und Tierwohlstandards. Das verschärft den Preisdruck und bedroht insbesondere kleinstrukturierte landwirtschaftliche Betriebe – auch in der Steiermark.

Zugleich stehen die Förderung von Regenwaldabholzung, steigende CO₂-Emissionen durch globale Transportketten und der zunehmende Einfluss internationaler Agrarkonzerne in klarem Widerspruch zu einer nachhaltigen und regional verankerten Versorgung. Wer ernsthaft über Klimaschutz sowie qualitativ hochwertige und leistbare Lebensmittel spricht, kann einem solchen Abkommen nicht zustimmen.

„Dieses Abkommen fördert prekäre Produktionsbedingungen, Umweltzerstörung und Konzerninteressen. Die Folgen tragen vor allem arbeitende Menschen, Bäuerinnen und Bauern sowie kleine landwirtschaftliche Betriebe – in der EU, aber auch in den Mercosur-Ländern selbst. Die KPÖ lehnt diesen Kurs ab und fordert eine Handelspolitik, die regionale Versorgung, sichere Arbeitsplätze und wirksamen Klimaschutz in den Mittelpunkt stellt“, betont Landwirtschaftssprecher und Landesvorsitzender Alexander Melinz.

Blau-Schwarz kürzt, sanktioniert und kriminalisiert: Neues Sozialunterstützungsgesetz tritt in Kraft

30-01-26 Be­reits am Sonn­tag tritt nun das neue, ver­schärf­te So­zial­un­ter­stüt­zungs­ge­setz der blau-schwar­zen Lan­des­re­gie­rung in Kraft. Die KPÖ kri­ti­siert die­sen Schritt scharf: Statt Ar­mut zu be­kämp­fen, wird sie ver­schärft. Durch die Ab­sen­kung des Höchst­sat­zes um fünf Pro­zent ver­sch­lech­tern sich die Leis­tun­gen für…

Gefängnisdebatte: »Den Worten müssen endlich Taten folgen«

30-01-26 „Lei­der muss im­mer erst et­was Sch­lim­mes pas­sie­ren, da­mit man in der Öf­f­ent­lich­keit über die Pro­b­le­me in un­se­ren Ge­fäng­nis­sen spricht. So­bald die Schlag­zei­len ver­schwin­den, schwin­det auch das In­ter­es­se an Lö­sun­gen. Was wir brau­chen sind Maß­nah­men und ech­te Re­for­men, nicht nur lee­re…

Knapp 12.000 Euro kamen im Mürztal Menschen in Notlagen zugute

29-01-26 Die KPÖ legt ein­mal im Jahr tra­di­tio­nell am Tag der of­fe­nen Kon­ten Re­chen­schaft über die Ver­wen­dung ih­rer Po­lit-Be­zü­ge ab. Denn seit 1998, als Er­nest Kal­te­neg­ger zum ers­ten Mal in die Gra­zer Stadt­re­gie­rung ein­zog, be­hal­ten sich KPÖ-Man­da­tar:in­nen nur ei­nen Teil ih­rer…

Nächste Kündigungswelle bei AVL: Wie viele Hiobsbotschaften braucht es noch?

29-01-26 Schon wie­der trifft ei­ne Hi­obs­bot­schaft die stei­ri­sche In­du­s­trie: Bei AVL sol­len 350 Ar­beits­plät­ze ge­s­tri­chen wer­den und das nach­dem be­reits im Vor­jahr ei­ne Kün­di­gungs­wel­le für gro­ße Ver­un­si­che­rung ge­sorgt hat. Für die KPÖ ist klar: Es kann nicht sein, dass na­he­zu im…

Veröffentlicht: 9. Januar 2026