KPÖ klar gegen Wehrpflicht für Frauen – Gleichstellung braucht Rechte, keine neuen Pflichten

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KPÖ-Frauensprecherin Miriam Herlicska am Parteitag im Juni 2025 zur Resolution „Wir sind nicht eure Reservearmee - NEIN zur Wehrpflicht von Frauen!“

Im Zuge einer Pressekonferenz zum steirischen Gleichstellungsbericht hat Landeshauptmann-Stellvertreterin Khom heute eine Debatte über eine verpflichtende Wehr- und Zivildienstpflicht für Frauen angestoßen. Die KPÖ lehnt diesen Vorstoß klar ab, denn es ist zynisch, unter dem Deckmantel der „Gleichberechtigung“ über neue Pflichten zu diskutieren, statt endlich gleiche Rechte durchzusetzen. Erst im vergangenen Jahr hat die Frauenvollversammlung sowie der Parteitag der steirischen KPÖ eine Resolution gegen eine Wehrpflicht für Frauen beschlossen.

„Wer von Gleichstellung spricht, muss bei gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit, bei fair verteilten Sorgearbeiten und bei sozialer Absicherung ansetzen – nicht bei einer Ausweitung der Wehrpflicht. Frauen leisten schon heute einen Großteil der unbezahlten Arbeit und sind stärker von Teuerung, Altersarmut und Gewalt betroffen. Eine zusätzliche Zwangsverpflichtung ist keine Gleichberechtigung, sondern eine Ablenkung von ungelösten Problemen“, kritisiert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

Auch KPÖ-Frauensprecherin Miriam Herlicska widerspricht entschieden: „Frauen sind keine Reservearmee. Während Milliarden für Aufrüstung bereitgestellt werden, fehlen diese Mittel bei Gesundheit, Pflege, Bildung und Gewaltschutz. Echte Gleichstellung heißt Investitionen in ein gutes Leben für alle – nicht ‚gleiche Pflichten‘ in einem weiterhin ungleichen System.“

Veröffentlicht: 2. März 2026