Knapp 12.000 Euro kamen im Mürztal Menschen in Notlagen zugute

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Franz Rosenblattl, Jürgen Klösch, Alexander Melinz, Mario Zver und Sebastian Pichler beim Tag der offenen Konten.

Die KPÖ legt einmal im Jahr traditionell am Tag der offenen Konten Rechenschaft über die Verwendung ihrer Polit-Bezüge ab. Denn seit 1998, als Ernest Kaltenegger zum ersten Mal in die Grazer Stadtregierung einzog, behalten sich KPÖ-Mandatar:innen nur einen Teil ihrer Gehälter und helfen mit dem Rest in Not geratenen Menschen – so auch im Mürztal.

Bei einer Pressekonferenz haben KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz, KPÖ-Gemeinderat in Bruck an der Mur Jürgen Klösch, KPÖ-Gemeinderat in Mürzzuschlag Franz Rosenblattl, KPÖ-Bezirkssekretär Mario Zver sowie KPÖ-Sprecher für Kapfenberg Sebastian Pichler darüber berichtet, wie viel Geld im abgelaufenen Jahr Menschen im Mürztal zugutegekommen sind und für welche dringenden Ausgaben die Mittel benötigt wurden.

Statements:

„Wir halten bis heute am Modell der Gehaltsobergrenze fest, weil wir keine Politik im Sinne großer Konzerne und Finanzinteressen betreiben. Denn wer sich mit seinem Einkommen weit von der Mehrheit der Bevölkerung entfernt, verliert zwangsläufig den Blick für die wirklichen Probleme der Menschen. So konnten wir mit unseren Polit-Bezügen heuer 106 Personen im Mürztal mit 11.940,26 Euro unterstützen“, fasst KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz zusammen.

KPÖ-Gemeinderat in Bruck Jürgen Klösch erklärt: „Ein großer Teil unseres Geldes fließt in die Unterstützung für den Lebensbedarf: Zuzahlungen zur Miete, Hilfe bei Stromkosten oder auch Lebensmittelgutscheine. Wichtig wäre es daher, dass soziale Leistungen der Kommunen nicht nur abgesichert, sondern auch ausgebaut werden. Außerdem braucht es endlich eine steiermarkweite Sozialcard, die unbürokratisch entlastet.“

KPÖ-Gemeinderat in Mürzzuschlag Franz Rosenblattl betont: „Wir merken immer stärker, dass finanzielle Not längst nicht mehr nur einzelne trifft – zunehmend geraten auch Menschen aus dem Mittelstand unter Druck. Viele versuchen lange, irgendwie durchzukommen und melden sich erst, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.“

Diese Scham sich frühzeitig Hilfe zu suchen, hat auch KPÖ-Bezirkssekretär Mario Zver beobachtet: „Leider kommen viele Menschen erst sehr spät zu uns, oft erst, wenn sie schon drei Monatsmieten im Rückstand sind oder eine Delogierung droht. Sie schämen sich, um Hilfe zu bitten – dabei gibt es dafür keinen Grund. Je früher wir gemeinsam über Lösungen sprechen, desto besser können wir unterstützen und verhindern, dass sich die Situation zuspitzt.“

Sprecher der KPÖ-Kapfenberg Sebastian Pichler fügt hinzu: „Neben der finanziellen Unterstützung ist vor allem die Beratung ein zentraler Teil unserer Arbeit. Viele Menschen wissen gar nicht, welche Leistungen ihnen eigentlich zustehen würden – oder scheitern an bürokratischen Hürden. Genau hier versuchen wir anzusetzen und gemeinsam Lösungen zu finden, damit niemand durch das System fällt.“

 

Die Verwendung der Gelder im Detail:

Verwendungszweck

Betrag

Personen

Unterstützung für Lebensbedarf (enthält auch Bekleidung, Lebensmittelgutscheine, Bestattungskosten)

€ 7.601,00

82

Mietzinszahlungen (Verhinderung von Delogierungen),
inkl. Verfahrenskosten, Anwaltskosten)

€ 1.389,26

7

Schule und Kinderbetreuung (Schulveranstaltungen, Computer, Nachhilfe, Ausbildungskosten)

 

 

Wohn-Einstiegskosten
(Kautionen, Provisionen, Baukostenbeiträge)

€ 1.200,00

6

Strom- und Heizkosten

€ 700,00

5

Gesundheit (Spitals- und Arztrechnungen,
Heilbehelfe, Medikamente…)

€ 200,00

1

ÖV-Tickets, Fahrtkosten

€ 50,00

1

Haushaltsgeräte, Boiler, Möbel

€ 800,00

4

Gesamtausgaben für Unterstützungen

€ 11.940,26

106

 

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