Equal-Pension-Day: Ein Leben lang fleißig gearbeitet und trotzdem zu wenig Pension

20231025_Equal Pay Day-Aktion (7).jpg
„Frauen arbeiten oft ihr ganzes Leben hart in schlecht bezahlten Berufen und zahlen dafür spätestens in der Pension den Preis."

Frauen erhalten im Schnitt um 39,4 Prozent weniger Bruttopension als Männer. Derzeit liegt die Frauen-Durchschnittspension bei 1.614 Euro brutto, die durchschnittliche Pension der Männer bei 2.664 Euro brutto. Rein rechnerisch bedeutet das: Ab dem 9. August beziehen Pensionistinnen österreichweit bis zum Jahresende keine Pension mehr. In der Steiermark fällt der sogenannte „Equal-Pension-Day“ bereits auf den heutigen 2. August. Diese geschlechtsspezifische Lücke verkleinert sich von Jahr zu Jahr nur minimal – setzt sich diese Entwicklung in diesem Tempo also fort, erhalten Frauen erst im Jahr 2116 gleich viel wie Männer.

Die Ursachen liegen in den strukturellen Ungleichheiten: Frauen arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit, verdienen im Schnitt weniger als Männer und übernehmen einen wesentlich größeren Anteil der unbezahlten Care-Arbeit. „Diese Benachteiligungen wirken sich unmittelbar auf die Höhe der Pensionen aus und führen für viele Frauen zu einem erhöhten Risiko von Altersarmut – aktuell sind mehr als 160.000 Pensionistinnen davon betroffen. Damit sind mehr als zwei Drittel aller armutsgefährdeten älteren Menschen weiblich“, betont KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

„Frauen arbeiten oft ihr ganzes Leben hart in schlecht bezahlten Berufen und zahlen dafür spätestens in der Pension den Preis. Diese Ungerechtigkeit ist kein Zufall. Sie ist tief im kapitalistischen System verwurzelt. Der Kapitalismus braucht die unbezahlte Arbeit von Frauen“, fügt KPÖ-Frauenvorsitzende Miriam Herlicska hinzu.

Um den Gender-Pension-Gap zu schließen, braucht es gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, gleiche Karrierechancen, eine gerechte Aufteilung unbezahlter Care-Arbeit, flächendeckende, qualitätsvolle und kostenlose Kinderbetreuung, eine bessere Anrechnung von Kinderbetreuungszeiten bei der Pension, verpflichtende Väterkarenz sowie eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.

Wohnen darf kein Luxus sein!

13-10-26 Wie der ORF be­rich­tet, sind die Mie­ten in der Stei­er­mark laut ei­ner Ana­ly­se von Im­moS­cou­t24 heu­er um 14 Pro­zent ge­s­tie­gen – da­mit ver­zeich­net un­ser Bun­des­land den höchs­ten An­s­tieg ös­t­er­reich­weit. Wäh­rend die Kos­ten für Strom, Hei­zen, Sprit und Le­bens­mit­tel eben­falls in…

Blau-schwarzer Kürzungskurs wird fortgesetzt

08-10-26 Be­reits beim ver­gan­ge­nen Bud­get hat sich ab­ge­zeich­net, dass die blau-schwar­ze Lan­des­re­gie­rung den Lan­des­haus­halt vor al­lem auf der Aus­ga­ben­sei­te zu sa­nie­ren ver­sucht. Mit dem heu­te prä­sen­tier­ten Bud­get set­zen FPÖ und ÖVP ih­ren Kür­zungs­kurs fort und ver­schär­fen ihn. „Ge­spar­t“ wird dort, wo…

KPÖ zum Verbotsgesetz gegen den politischen Islam

29-09-26 Re­li­giö­ser Fa­na­tis­mus, is­la­mis­ti­sche Um­trie­be und Hass­p­re­di­ger, die ge­zielt Ju­gend­li­che über So­cial Me­dia ra­di­ka­li­sie­ren wol­len, sind klar ab­zu­leh­nen und müs­sen kon­se­qu­ent be­kämpft wer­den. Ge­ra­de des­halb braucht es ei­ne ernst­haf­te St­ra­te­gie, um die­sem Pro­b­lem ent­ge­gen­zu­t­re­ten und kon­k­re­te Maß­nah­men zu set­zen.

Veröffentlicht: 3. August 2026