„Undemokratisch und intransparent“: KPÖ kritisiert Auflösung der Sozialhilfeverbände

Grazer_Landhaus,_Herrengasse_16,_Bild_14.jpg
Foto: Anna Saini, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Foto: © Anna Saini, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Die steirischen Sozialhilfeverbände haben bisher bezirksweise zahlreiche Fürsorgeaufgaben im Sozial-und Pflegebereich finanziert und kontrolliert. Heute wird der Landtag Steiermark deren Auflösung beschließen. In Zukunft regelt ein landesweites Sozial- und Pflegefinanzierungsgesetz die Abrechnung dieser Kosten. Die KPÖ hat aus demokratiepolitischen Gründen gegen diesen Schritt gestimmt.

„Bislang waren alle Parteien und Gemeinden in die Entscheidungen ihrer Sozialhilfeverbände einbezogen. Künftig werden wichtige Entscheidungen von mit den Gegebenheiten vor Ort nicht vertrauten Beamt:innen getroffen. Die Landesregierung beschneidet ohne Not demokratische Mitsprache- und Kontrollmöglichkeiten und verschiebt Kompetenzen weg von den Entscheidungsträger:innen vor Ort, die am besten wissen, wo der Schuh drückt. Unterm Strich wird das System keinen Cent billiger, dafür aber erheblich intransparenter und undemokratischer. Diesen Unsinn tragen wir nicht mit“, so KPÖ-LAbg. Werner Murgg.

Mit dieser Einschätzung steht die KPÖ nicht allein da. Auch das Steirische Gemeindeforum kritisiert die Auflösung der Sozialhilfeverbände. In einer Aussendung wird die Auflösung wörtlich als „grober Unfug“ und „völlig unnötige Fleißaufgabe des Landes“ bezeichnet.

Steuerlast unfair verteilt: Mehrheit zahlt, Vermögen bleibt verschont

28-04-26 Die Bud­get­mit­tel des Lan­des spei­sen sich zum Groß­teil aus den Er­trag­s­an­tei­len an den ge­mein­schaft­li­chen Bun­des­ab­ga­ben. Das be­ste­hen­de Steu­er- und Ab­ga­ben­sys­tem las­tet da­bei in ho­hem Ma­ße auf den Schul­tern der Ar­beit­neh­mer:in­nen: Mehr als 55 Pro­zent des ge­sam­ten Steu­er­auf­kom­mens stam­men aus lohn­ab­hän­gi­ger…

Pflege ohne Plan? Landesregierung bleibt weiterhin Antworten schuldig

28-04-26 Mit gleich zwei In­i­tia­ti­ven hat die KPÖ die Pf­le­ge in der heu­ti­gen Land­tags­sit­zung zum The­ma ge­macht. Im Fal­le der Un­ter­halts­zah­lung für Ehe­part­ner:in­nen von Pf­le­ge­be­dürf­ti­gen konn­te er­reicht wer­den, die be­ste­hen­de Ge­set­zes­lü­cke zu sch­lie­ßen.

Veröffentlicht: 17. Oktober 2023