Asbest kennt keine Grenzen: KPÖ fordert bundesweite Lösungen

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Es handelt sich nicht um ein isoliertes regionales Problem, sondern um eine überregionale Umwelt- und Gesundheitsproblematik, die ein Einschreiten auf Bundesebene erforderlich macht.

Der Asbest-Skandal hat sich ausgehend vom Burgenland mittlerweile auf mehrere Bundesländer sowie über die Staatsgrenzen hinaus ausgeweitet. Betroffen sind offenbar auch die Steiermark und Niederösterreich. Damit wird immer deutlicher, dass es sich nicht um ein isoliertes regionales Problem handelt, sondern um eine überregionale Umwelt- und Gesundheitsproblematik, die ein Einschreiten auf Bundesebene erforderlich macht. Besonders alarmierend ist, dass Arbeitnehmer:innen in Bereichen wie Straßenbau, Bauwirtschaft oder natürlich in den betroffenen Steinbrüchen unwissentlich mit asbestbelasteten Materialien in Berührung kommen – was gravierende gesundheitliche Folgen für diese Personen haben kann.

Vor diesem Hintergrund hat die KPÖ einen Antrag eingebracht, der auf eine bundesweit einheitliche und konsequente Vorgangsweise abzielt. Gefordert werden unter anderem klare Schutzstandards im Umgang mit asbestbelasteten Materialien, eine vollständige Erfassung betroffener Standorte, verbindliche Grenzwerte sowie leistbare und sichere Entsorgungsmöglichkeiten. KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz betont: „Die aktuellen Entwicklungen zeigen klar, dass wir es mit einem strukturellen Problem zu tun haben, das nicht länger kleingeredet werden darf. Die Bundesregierung sowie auch die Landesregierung stehen in der Pflicht, hier endlich genau hinzuschauen, mögliche Risiken offenzulegen und die Bevölkerung sowie die Beschäftigten bestmöglich zu schützen. Wegschauen oder Zuwarten wäre in dieser Situation unverantwortlich!“

Veröffentlicht: 26. März 2026