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KPÖ: Airpower absagen – heuer und generell!

Eine militärische Leistungsschau wenige hundert Kilometer von einem Kriegsschauplatz entfernt ist unangebracht!

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Foto: © © TehWulf, CC-BY-2.0, Wikipedia Creative Commons

Die Airpower im obersteirischen Zeltweg ist eine große Militär-Flugshow, die vom Land Steiermark sogar mit Steuergeldern üppig gefördert wird. Heuer soll es wieder so weit sein – doch es regt sich breiter Widerstand. KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler hat im Rahmen der heutigen Landtagssitzung eine Anfrage an Landesrätin Eibinger-Miedl (ÖVP) gerichtet, wie sie denn zur Austragung der Airpower angesichts der jüngsten weltpolitischen Ereignisse – angesichts des schrecklichen Kriegs in der Ukraine – steht. Ihre Antwort: Ja, sie verstehe die Skepsis und teile diese auch persönlich. Es sei aber auch der Aspekt zu berücksichtigen, dass bei der Airpower 4.000 Soldat:innen im Übungseinsatz sein sollen. Der laufenden Evaluierung wolle sie nicht vorgreifen.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler kann mit dieser vagen Antwort nur wenig anfangen: „Wir haben in Europa wieder Krieg. Bei der Airpower werden tödliche Waffen vorgeführt, keine Spielzeuge. Ich fände es zutiefst unmoralisch, wenn die Airpower heuer stattfinden würde. Eine Absage der Airpower wäre ein Zeichen für den Frieden – die einzig richtige Botschaft in Zeiten wie diesen.“ Mehr noch: „Auch in Friedenszeiten halten wir es für ein fatales Signal, Kriegsgerät zur Belustigung vorzuführen. Die Airpower gehört nicht nur heuer abgesagt, sondern generell!“

Die KPÖ stellt sich nicht erst seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine, sondern seit der ersten Stunde aus sozialen, umwelt- und friedenspolitischen Gründen gegen diese militärische Leistungsschau namens Airpower. Massive Lärm- und Umweltbelastungen begleiteten die Airpower seit 1997, ebenso wie die Verschwendung von Steuergeld-Millionen. Statt diese Veranstaltung, bei der tödliche Waffen eventisiert werden, hat die KPÖ schon im vergangenen Jahr ein umfassendes Konzept mit dem Titel „Klimaschutz statt Fliegerschmutz“ ausgearbeitet und im Landtag eingebracht.

Das Alternativkonzept der KPÖ sieht vor, anstelle der Airpower-Flugshow eine öffentliche mehrwöchige Leistungsschau des Bundesheeres, der Feuerwehren und anderer Rettungs- und Hilfsorganisationen bei klimabedingten Katastrophen wie Waldbrand, Überschwemmungen, Dürren etc. zu veranstalten. Die Schau soll neben regulären Besucher:innen auch Schulen ansprechen, die die durch diverse Vorträge und Workshops angereicherte Veranstaltung im Murtal als Lehrveranstaltung besuchen könnten. Das wäre ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit!

Veröffentlicht: 15. März 2022

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