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200 Euro Bonus für Alleinerziehende? ÖVP & SPÖ dagegen...

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ): „Gerade angesichts der aktuellen Teuerung ist es schockierend, dass die Landesregierung alleinerziehenden Eltern und deren Kindern nicht unter die Arme greifen möchte!“

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Alleinerziehende sind in besonderem Maße armutsgefährdet: Das Land Steiermark hat im letzten Sozialbericht festgestellt, dass Ein-Eltern-Haushalte – dies sind zum überwiegenden Großteil Frauen mit ihren Kindern – mit 32 Prozent das höchste Armutsrisiko aller Haushaltstypen haben! Die aktuellen Teuerungen drohen, dieses Risiko noch weiter zu erhöhen.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler hat daher heute im Landtag erneut einen Antrag angebracht, der einen Alleinerzieher:innen-Bonus von 200 Euro pro Jahr und Kind, wie es ihn im Burgenland bereits gibt, zum Gegenstand hat. Dieser Bonus soll Alleinerziehenden mit einem maximalen Einkommen von 1.700 Euro netto pro Monat bei einem Kind zugute kommen, wobei die Einkommensgrenzen bis zu vier Kindern jeweils nach oben angepasst werden. Damit ist der potenzielle Bezieher:innenkreis auch weit größer als jener des Zuschlags für Alleinerziehende im Rahmen der Sozialunterstützung.

„Gerade Kosten wie Mieten, Strom oder Heizung steigen gerade in schwindelerregende Höhen. Viele haben sich schon in der Vergangenheit schwer damit getan, die Alltagskosten zu bestreiten“, mahnt KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Die Landesregierung versagt Alleinerziehenden jetzt zusätzliche Unterstützung. Das wird die Armutsgefahr nur noch weiter verschärfen!“

Dass die ÖVP-SPÖ-Regierungskoalition sowie die Neos den Antrag auch im zweiten Anlauf abgelehnt haben, ärgert Claudia Klimt-Weithaler deshalb: „Es geht um alleinerziehende Eltern und deren Kinder. Sie brauchen jetzt dringend Unterstützung und keine Ausreden!“

 

Veröffentlicht: 15. März 2022

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