Wohnunterstützungsgesetz: Weniger Geld für Mindestpensionist:innen?

Wohnen_Wohnung_Miete_Mietkosten_Wohnraum_Mieterhöhung (2).jpg
"Die Wohnunterstützung sollte Menschen vor Wohnungsnot und steigenden Kosten schützen. Stattdessen sorgt die Landesregierung dafür, dass nun ausgerechnet Mindestpensionist:innen weniger Geld bekommen."

Seit April ist das verschärfte Wohnunterstützungsgesetz der blau-schwarzen Landesregierung in Kraft und schon nach wenigen Wochen zeigen sich bereits die negativen Folgen der Novelle. Denn, obwohl FPÖ und ÖVP versprochen haben, dass die Abschaffung der Inflationsanpassung zu keinen Leistungskürzungen führen werde, zeigt die Praxis ein anderes Bild: Immer mehr Mindestpensionist:innen melden sich bei der KPÖ, weil sie deutlich weniger Wohnunterstützung erhalten als im Vorjahr. Für viele bedeutet das ein Minus von rund acht Euro pro Monat, also etwa 100 Euro pro Jahr und das in einer Zeit, in der die Wohnkosten immer weiter steigen.

Die Ursache des Problems sind erneut die Einkommensgrenzen, die sich an der EU-SILC orientieren. Durch die jährliche Anpassung dieser Grenzen kann sich das Verhältnis zwischen dem Einkommen der Bezieher:innen und den Obergrenzen verändern, was zu einer geringeren Wohnunterstützung führt. Bisher wurde dieser Effekt durch die Inflationsanpassung ausgeglichen. Nachdem FPÖ und ÖVP diese gestrichen haben, wirkt sich die Einkommensregel negativ aus.

„Die Wohnunterstützung sollte Menschen vor Wohnungsnot und steigenden Kosten schützen. Stattdessen sorgt die Landesregierung dafür, dass nun ausgerechnet Mindestpensionist:innen weniger Geld bekommen. Dabei haben FPÖ und ÖVP noch groß versprochen, dass der Wegfall der Valorisierung keine Minderung der Leistungen mit sich bringen wird – doch nun werden viele vom Gegenteil überzeugt. Wir fordern daher eine rasche Korrektur des Gesetzes und Einkommensgrenzen, die sich an den tatsächlichen Lebenshaltungskosten der Menschen orientieren“, betont KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

Bund, Länder, Gemeinden: Warum sind eigentlich alle pleite?

06-11-26 Der Bund „spar­t“, das Land will „den Speck weg­schnei­den“ und schon je­de zwei­te stei­ri­sche Kom­mu­ne ist ei­ne „Ab­gangs­ge­mein­de“. Ak­tu­ell gibt es kaum ein Bud­get, das nicht aus dem letz­ten Loch pfeift. Warum ist das so? Und wo ist das gan­ze…

Equal Pay Day: Der Lohnungleichheit auf der Spur

06-11-26 KPÖ, KJÖ, KSV, Jun­ge Lin­ke und der Bund De­mo­k­ra­ti­scher Frau­en ha­ben sich heu­te bei ei­ner Ak­ti­on am Süd­t­i­ro­ler­platz mit ei­ner Lu­pe im Ge­päck auf die Su­che nach mehr Lohn­tran­s­pa­renz ge­macht.

Förderansuchen: Stadt Graz kann Mittel freigeben

06-11-26 Der Stadt Graz ist es ge­lun­gen, die fi­nan­zi­el­len Mit­tel be­reit­zu­s­tel­len, um 80 Pro­zent des noch of­fe­nen För­der­vo­lu­mens für das Jahr 2026 zur Aus­zah­lung brin­gen zu kön­nen; für die Sport­dach­ver­bän­de kön­nen 300.000 Eu­ro be­reit­ge­s­tellt wer­den.

Mädchen- und Fraueneinrichtungen stärken!

06-11-26 Der KPÖ-Land­tags­klub hat di­ver­se Ein­rich­tun­gen be­sucht. Der KPÖ-Land­tags­klub be­such­te in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten un­ter­schied­li­che Frau­en- und Mäd­chen­ein­rich­tun­gen in der Stei­er­mark. The­ma wa­ren ih­re wich­ti­gen An­ge­bo­te, aber auch die wach­sen­den Her­aus­for­de­run­gen.

Veröffentlicht: 2. Juni 2026