Regierung erlaubt Waffenlieferungen durch Österreich – Schluss mit diesem Neutralitätsbruch!

panzer-waffentransport.jpg

„Darüber hinaus erlaubt die Regierung in Wien den Transport von Waffenlieferungen durch österreichisches Staatsgebiet.“ Zu dieser beiläufigen Bemerkung mit enormer Sprengkraft ließ sich David McAllister, ehemaliger CDU-Politiker und seit 2017 Leiter des EU-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, in einem Interview mit dem Standard hinreißen.

„Die Bundesregierung stellt Militärgeräten und Kriegswaffen einen Freifahrtschein durch österreichisches Staatsgebiet aus. Das ist ein schwerer Bruch der Neutralität!“, so KPÖ-LAbg. Werner Murgg in einer ersten Reaktion.

Anstatt sich auf die lange, auf der immerwährenden Neutralität Österreichs fußende Tradition der vermittelnden Außenpolitik zu besinnen, setzt die Bundesregierung Schritt um Schritt in Richtung NATO-Integration – sei es in Form der Teilnahme Österreichs an der „EU-Eingreiftruppe“ oder zuletzt durch Interesse an einer Beteiligung an der Sky Shield Initiative, einem geplanten Luftabwehrsystem der europäischen NATO-Länder.

Gegen diese Entwicklung stellt sich die KPÖ mit aller Vehemenz: „Noch mehr Milliarden für die Rüstung, die Annäherung ans Militärbündnis NATO, die wohlwollende Billigung von Waffenlieferungen durch Österreich – diese Bundesregierung tritt unsere Neutralität mit Füßen! Dabei wäre der beste Beitrag für den Frieden in Europa ein neutrales Österreich, das eine aktive, friedensstiftende Außenpolitik betreibt. Dafür setzt sich die KPÖ seit Jahrzehnten ein – und wird es auch weiterhin tun!“, so Murgg.

Auch große Teile der österreichischen Bevölkerung dürften für die Anti-Neutralitätspolitik der Bundesregierung nur wenig Sympathie aufbringen können: Neun von zehn Befragten antworteten im Rahmen einer ÖGfE-Umfrage im März 2022 auf die Frage, wie wichtig Ihnen persönlich die Neutralität ist, mit Sehr wichtig bzw. Eher wichtig.
 

Elke Kahr: »An den Wert von Frieden erinnern!«

27-03-26 Die Gra­zer Bür­ger­meis­te­rin zum Krieg ge­gen den Iran. Der Krieg ge­gen den Iran ver­ur­sacht Leid und Zer­stör­ung in ge­wal­ti­gem Aus­maß, de­ren Fol­gen die Men­schen in al­len Län­dern der Re­gi­on zu tra­gen ha­ben.

Schluss mit dem Morden – Freiheit für Palästina!

14-07-25 Für ei­nen ge­rech­ten Frie­den und die An­er­ken­nung des Staa­tes Pa­läs­t­i­na. Der 29. Lan­de­s­par­tei­tag der KPÖ Stei­er­mark hat am 12. Ju­li 2025 ei­ne Re­so­lu­ti­on zur La­ge im Na­hen Os­ten be­sch­los­sen.

Nein zum Krieg gegen den Iran!

24-06-25 Schluss mit dem US-is­rae­li­schen Völ­ker­rechts­bruch!. Is­ra­el und die USA ha­ben den Iran an­ge­grif­fen – völ­ker­rechts­wid­rig. Die KPÖ Stei­er­mark ver­ur­teilt die mas­si­ve Es­ka­la­ti­on und for­dert die ös­t­er­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung auf, im Sin­ne ei­ner ak­ti­ven Frie­dens- und Neu­tra­li­täts­po­li­tik tä­tig zu wer­den.

Veröffentlicht: 7. Dezember 2022