Rechnungshof bestätigt KPÖ-Kritik: Land lässt Mieter:innen bei Wohnbauförderung im Regen stehen

Wohnen_Wohnung_Miete_Mietkosten_Wohnraum_Mieterhöhung (10).jpg
"Die Wohnbauförderung sollte Menschen den Zugang zu leistbarem Wohnraum erleichtern und sie nicht noch zusätzlich belasten."

Im heutigen Kontrollausschuss wird der Bericht des Rechnungshofes zur steirischen Wohnbauförderung behandelt. Darin bestätigt sich die langjährige Kritik der KPÖ: Das „Steirische Modell“ zur Berechnung von Kaufpreisen bei geförderten Mietkaufwohnungen war völlig intransparent und für die Betroffenen nicht nachvollziehbar. Versprochene Konditionen beim Einzug wurden nicht eingehalten, Kaufpreis- und Zinsbemessungen blieben für Mieter:innen undurchschaubar. Zudem hat der Rechnungshof festgestellt, dass die für die Kontrolle der Wohnbauförderung zuständigen Stellen des Landes extrem unterbesetzt sind.

Besonders deutlich zeigt sich der Missstand am Beispiel des Messequartiers in Graz, wo das Land seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen ist und die Betroffenen den Rechtsweg beschreiten mussten, um die Kaufpreishöhen über den Gerichtsweg feststellen zu lassen.

„Der Rechnungshofbericht zeigt schwarz auf weiß, was wir seit Jahren kritisieren: Intransparente Berechnungsmethoden und die fehlende Aufsicht gingen zulasten der Mieter:innen. Die Wohnbauförderung sollte Menschen den Zugang zu leistbarem Wohnraum erleichtern und sie nicht noch zusätzlich belasten“, betont KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

Die KPÖ fordert daher nachvollziehbare Kaufpreisberechnung schon beim Mietvertragsabschluss, einfach nachvollziehbare und transparente Mietzinsbemessungen, klare Information über Risiken variabler Zinsen und deren Auswirkungen auf Mieten, stärkere Kontrolle durch das Land und die Bereitstellung des nötigen Personals in den Kontrollstellen.  

Realitätsferne Pflegepolitik: Landesrat plant weitere Belastungen für Heimbewohner:innen

19-06-26 Dass der Pf­le­ge­be­reich vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen steht, ist seit Jah­ren be­kannt: Die Zahl der pf­le­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen steigt kon­ti­nu­ier­lich, gleich­zei­tig feh­len Pf­le­ge­kräf­te, wäh­rend ho­he Be­las­tun­gen, zu­neh­men­der Ar­beits­druck und ei­ne star­ke Fluk­tua­ti­on die Si­tua­ti­on wei­ter ver­schär­fen. Um­so be­f­remd­li­cher ist die Prio­ri­tä­ten­set­zung von…

Gemeinderat: ÖBB-Fahrdienstleitung in Graz muss erhalten bleiben

19-06-26 Die Fahr­di­enst­lei­tung am Gra­zer Haupt­bahn­hof soll auf­ge­las­sen und nach Vil­lach über­sie­delt wer­den: Für Graz, wür­de das ei­nen mas­si­ven Rück­schritt be­deu­ten. 34 Ar­beits­plät­ze sind in Ge­fahr. Nach ei­nem KPÖ-An­trag for­dert der Gra­zer Ge­mein­de­rat nun Bun­des­mi­nis­ter Pe­ter Han­ke (SPÖ) zum Han­deln auf.

Veröffentlicht: 16. September 2025