Protest gegen Pflegekürzungen: Druck auf Landesregierung wächst

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„Beim Pflegeschlüssel braucht es keine Denkverbote, sondern ein klares Verschlechterungsverbot!"

Rund 400 Menschen sind in Graz auf die Straße gegangen, um gegen die drohende Verschlechterung des steirischen Pflegeschlüssels zu protestieren. Pflegekräfte, Angehörige und Unterstützer:innen haben deutlich gemacht: Weniger Personal gefährdet Versorgungssicherheit und Pflegequalität – und ist nicht akzeptabel!

Die KPÖ hat den Widerstand in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Beschäftigten und Betroffenen vorangetrieben – parlamentarisch, öffentlich und mit einer Petition, die bereits von über 8.900 Personen unterstützt wird. Dieser Druck zeigt Wirkung: Kurz vor der Demonstration kündigte die Landesregierung einen „Masterplan Pflege“ an. Für die KPÖ ist aber klar, dass auf die Ankündigungen von Blau-Schwarz nun rasch konkrete Maßnahmen folgen müssen – reine Überschriften und leere Floskeln reichen nicht aus.

„Schon jetzt hat unser Widerstand Wirkung gezeigt. Doch was das Wort von FPÖ und ÖVP letztlich wert ist, haben wir bei den Spitälern gesehen. Genau deshalb werden wird der Kürzungskoalition ganz genau auf die Finger schauen und den Druck so lange aufrechterhalten, bis es tatsächlich spürbare Verbesserungen in der Pflege gibt“, betont KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

„Beim Pflegeschlüssel braucht es keine Denkverbote, sondern ein klares Verschlechterungsverbot. Weniger Personal bedeutet weniger Zeit für Bewohner:innen, mehr Belastung für Beschäftigte und mehr Unsicherheit für Angehörige. Genau deshalb werden wir weiter Druck machen – für bessere Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal und eine Pflege, die diesen Namen verdient“, fügt Pflegestadtrat Robert Krotzer hinzu.

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07-12-22 In der Pf­le­ge brennt der Hut – und das seit Jah­ren! Die Lan­des­re­gie­rung schaut aber wei­ter zu. Dar­um ma­chen Pf­le­ge­be­schäf­tig­te und KPÖ wei­ter Druck und sind laut, bis sich end­lich et­was tut. Am Di­ens­tag, dem 13. De­zem­ber, ma­chen sie ab…

Veröffentlicht: 9. Februar 2026