Neues Glücksspielgesetz: Mehr Lizenzen zerstören Existenzen

270526-glücksspiel.jpg
Im Jahr 2022 nahmen rund 9 Prozent der steirischen Erwachsenen mehrmals pro Woche an Glücksspielen und Sportwetten teil, etwa 1 Prozent spielt täglich.

Das Finanzministerium hat nun einen ersten Entwurf für die Novelle des Glücksspielgesetzes vorgelegt. Dieser sieht unter anderem das Aus des Monopols vor und damit eine Liberalisierung des Online-Glücksspiels durch die Vergabe mehrerer Konzessionen. Somit könnten bisher illegal tätige Anbieter künftig legal in den österreichischen Markt einsteigen. Noch mehr Anbieter bedeuten erfahrungsgemäß mehr Werbung, stärkere Marktpräsenz und höhere Risiken für problematisches Spielverhalten.

„Statt einer Liberalisierung braucht es endlich klare Regeln, strengere Kontrollen und wirksame Maßnahmen beim Glücksspiel. Es geht hier nämlich nicht um eine Bagatelle: Viel zu viele Menschen sind von Spielsucht betroffen sind – oft mit massiven sozialen und finanziellen Konsequenzen für die Betroffenen und ihre Familien“, kritisiert KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

Die im Gesetzesentwurf festgeschriebenen Verschärfungen rund um die Höchstwetteinsätze und Gewinne sind zwar zu begrüßen, doch sollten diese Regelungen auch für jene Automaten verankert werden, die in die Zuständigkeit der Länder fallen. Denn kritisch zu bewerten ist, dass die geplanten Änderungen weiterhin unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern vorsehen und Sportwetten nach wie vor nicht als Glücksspiel eingestuft werden, sondern als Geschicklichkeitsspiel. Somit werden Sportwetten auch nicht bundesweit geregelt, sondern sind Sache der Bundländer. Gerade im Online-Bereich bleiben damit zentrale Lücken beim Schutz vor Spielsucht bestehen, denn in der Steiermark gibt es derzeit keine spezifischen gesetzlichen Vorgaben und keinen ausreichenden Online-Spieler:innenschutz.

„Gerade im digitalen Bereich können rund um die Uhr Wetten abgeschlossen werden – oft ohne wirksame Einsatzlimits, Sperrsysteme oder ausreichende Kontrollen zum Schutz Minderjähriger und suchtgefährdeter Personen. Der Suchtbericht Steiermark 2025 hat deutlich gemacht, dass Glücksspiel und insbesondere Sportwetten ein relevantes und anhaltendes Problem darstellen. Trotzdem ist Österreich immer noch das einzige europäische Land, in dem Sportwetten nicht als Glücksspiel gelten – für die KPÖ ist das verantwortungslos und völlig unverständlich“, fügt die Grazer KPÖ-Gemeinderätin Miriam Herlicska hinzu.

„Was zählt, ist Ihre Stimme!“

27-06-26 Per­sön­li­cher Wahl­auf­ruf von El­ke Kahr. „Wir ha­ben ver­spro­chen, auf der Sei­te je­ner zu ste­hen, die es sich nicht rich­ten kön­nen. Die­ses Ver­sp­re­chen ha­ben wir ge­hal­ten.“

Wahlkampfabschluss der KPÖ Graz

26-06-26 „Wir ha­ben ver­spro­chen, auf der Sei­te je­ner zu ste­hen, die es sich nicht rich­ten kön­nen. Die­ses Ver­sp­re­chen ha­ben wir ge­hal­ten. Wir ha­ben un­ser so­zia­les Ge­sicht auch als be­stim­men­de Re­gie­rung­s­par­tei be­wahrt und un­se­re Tü­ren für die An­lie­gen der Gra­ze­rin­nen und Gra­zer…

Wahlkampf: Heißer Endspurt auf dem heißen Pflaster

26-06-26 Schau­platz Lend­platz: Ein Be­such beim KPÖ-In­fo­stand, an dem vier KPÖ-Wahl­kämp­fer:in­nen in der hei­ßes­ten Pha­se des Gra­zer Ge­mein­de­rats­wahl­kampfs 2026 um Stim­men für die Po­li­tik von Bür­ger­meis­te­rin El­ke Kahr wer­ben.

Gemeinderat: KPÖ fordert Hitze-Kataster für Grazer Schulen

25-06-26 „Ge­ra­de weil Kin­der und Ju­gend­li­che ei­nen gro­ßen Teil ih­res Ta­ges in Schu­len ver­brin­gen, ist ein wirk­sa­mer Schutz vor Hit­ze auch ei­ne Fra­ge der Ge­sund­heits­vor­sor­ge und der Chan­cen­ge­rech­tig­keit. Wir wis­sen heu­te sehr ge­nau, wel­che Stra­ßen und Plät­ze im Som­mer be­son­ders heiß…

Veröffentlicht: 27. Mai 2026