Mercosur-Abkommen: Kleine landwirtschaftliche Betriebe verlieren, große Konzerne profitieren

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"Dieses Abkommen fördert prekäre Produktionsbedingungen, Umweltzerstörung und Konzerninteressen."

Die KPÖ lehnt das heute beschlossene Mercosur-Abkommen entschieden ab, da es exemplarisch für eine Handelspolitik steht, die Profite großer Konzerne über ökologische und soziale Interessen stellt. Während heimische Bäuer:innen unter immer strengeren Auflagen produzieren, öffnet die EU den Markt für Billigimporte aus Ländern mit deutlich niedrigeren Umwelt- und Tierwohlstandards. Das verschärft den Preisdruck und bedroht insbesondere kleinstrukturierte landwirtschaftliche Betriebe – auch in der Steiermark.

Zugleich stehen die Förderung von Regenwaldabholzung, steigende CO₂-Emissionen durch globale Transportketten und der zunehmende Einfluss internationaler Agrarkonzerne in klarem Widerspruch zu einer nachhaltigen und regional verankerten Versorgung. Wer ernsthaft über Klimaschutz sowie qualitativ hochwertige und leistbare Lebensmittel spricht, kann einem solchen Abkommen nicht zustimmen.

„Dieses Abkommen fördert prekäre Produktionsbedingungen, Umweltzerstörung und Konzerninteressen. Die Folgen tragen vor allem arbeitende Menschen, Bäuerinnen und Bauern sowie kleine landwirtschaftliche Betriebe – in der EU, aber auch in den Mercosur-Ländern selbst. Die KPÖ lehnt diesen Kurs ab und fordert eine Handelspolitik, die regionale Versorgung, sichere Arbeitsplätze und wirksamen Klimaschutz in den Mittelpunkt stellt“, betont Landwirtschaftssprecher und Landesvorsitzender Alexander Melinz.

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Veröffentlicht: 9. Januar 2026