Mehr Kassenstellen für Wien, minimale Zuwächse für die Bundesländer
Wie gestern bekannt wurde, sollen laut ÖGK österreichweit mehr Kassenarztstellen entstehen, die geplante Verteilung sorgt jedoch für Schieflagen. Während Wien 215 zusätzliche Planstellen erhalten soll, entfallen auf alle übrigen Bundesländer gemeinsam nur 155 – auf die Steiermark gerade einmal 17. Das ist besonders problematisch, weil es schon jetzt in den meisten Regionen der Steiermark einen eklatanten Mangel an Kassenärzt:innen gibt. Gleichzeitig werden Spitalsstandorte und Abteilungen ausgedünnt oder geschlossen, während der Ausbau von Alternativen wie Primärversorgungszentren viel zu langsam vorangeht. Die Folge: Immer weniger wohnortnahe Versorgung und immer größere Lücken im öffentlichen Gesundheitssystem.
„Wenn Kassenstellen fehlen und gleichzeitig Spitäler abgebaut werden, zwingt man die Steirer:innen zu monatelangen Wartezeiten oder treibt sie direkt zu Wahlärzt:innen. Viele können sich private Angebote aber schlicht nicht leisten. Dass die Steiermark mit nur 17 zusätzlichen Stellen abgespeist wird, ist ein Armutszeugnis. Die blau-schwarze Landesregierung und die ÖGK müssen jetzt tätig werden, Geld in die Hand nehmen und eine flächendeckende, leistbare Gesundheitsversorgung in der Steiermark sicherstellen – unabhängig von Postleitzahl und Geldbörserl“, fordert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.
Veröffentlicht: 13. Februar 2026