Landesregierung streicht Gratis-Mittagessen für Pflegeschüler:innen – KPÖ und Beschäftige wehren sich

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"Den angehenden Pflegekräften wird im wahrsten Sinne des Wortes das Essen vom Teller genommen. Wenn dieser Kurs fortgesetzt wird, droht eine Politik, die die Pflege selbst zum Pflegefall macht!“

Dass es im Pflegebereich an allen Ecken und Enden krankt, wurde in den vergangenen Wochen im Zuge der Pflegeproteste erneut deutlich: Zu wenig Personal, zu wenig Zeit für die Pflegebedürftigen und zu wenig Wertschätzung für die Beschäftigten. Umso unverständlicher ist es, dass die blau-schwarze Landesregierung nun ausgerechnet eine Maßnahme streicht, die erst vor wenigen Jahren eingeführt wurde, um die Pflegeausbildung attraktiver zu machen: Das Gratis-Mittagessen für Pflegeschüler:innen.

KPÖ-Antrag zur Beibehaltung des Gratis-Mittagessens

Die kostenlose Verpflegung war Teil eines Maßnahmenpakets, das den bereits damals spürbaren Fachkräftemangel abfedern sollte. Sie bedeutete nicht nur eine finanzielle Entlastung für die Auszubildenden, sondern auch ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für ihre wichtige Arbeit. Dass diese Attraktivierungsmaßnahme nun gestrichen wird, zeigt, dass FPÖ und ÖVP den Handlungsbedarf im Pflegebereich offensichtlich verkennen. Die KPÖ hat daher einen Antrag in den Ausschuss eingebracht, der vorsieht, das kostenlose Mittagessen für Pflegeschüler:innen beizubehalten.

„Zuerst denkt die blau-schwarze Landesregierung über Verschlechterungen beim Pflegepersonalschlüssel nach, jetzt streicht sie auch noch das kostenlose Mittagessen für Pflegeschüler:innen. Während FPÖ und ÖVP groß anzukündigen, einen „Masterplan“ für die Pflege zu entwickeln, werden gleichzeitig konkrete und niederschwellige Anreize gestrichen, die zur Gewinnung und Entlastung von Auszubildenden beitragen. Den angehenden Pflegekräften wird im wahrsten Sinne des Wortes das Essen vom Teller genommen. Wenn dieser Kurs fortgesetzt wird, droht eine Politik, die die Pflege selbst zum Pflegefall macht“, kritisiert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

Pflegepetition: Mehr als 10.000 Unterschriften

Dass die Pflegekräfte, Bewohner:innen von Pflegeheimen, ihre Angehörigen und zahlreiche Unterstützer:innen diese blau-schwarze Kürzungspolitik nicht einfach so hinnehmen, zeigt die Pflegepetition des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der KPÖ deutlich. Mehr als 10.000 Menschen haben bereits mit ihrer Unterschrift ein starkes Zeichen gegen den drohenden Kahlschlag gesetzt. Die Petition wird im nächsten Schritt an Gesundheitslandesrat Kornhäusl übergeben, um zu verdeutlichen, wie groß der Widerstand gegen weitere Einschnitte im Pflegebereich ist.

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Veröffentlicht: 10. März 2026