„Bald wird die Landesregierung mehr Krankenhäuser geschlossen als Gesundheitszentren eröffnet haben!“

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Von den bis 2025 geplanten 30 steirischen Primärversorgungseinrichtungen wurden erst 11 tatsächlich errichtet. Auf diese und andere Versäumnisse der Gesundheitspolitik der Landesregierung hat die KPÖ heute im Landtag aufmerksam gemacht.

Die KPÖ warnt seit Jahren davor, dass die Gesundheitspolitik der Landesregierung in eine Sackgasse führt: 800 Spitalsbetten weniger, die Schließung diverser Abteilungen und Spitälern in den Regionen, der Wegfall mehrerer 24-Stunden-Notfallambulanzen, der Abbau der Kassenstellen von Kinderärzt:innen, und nicht zuletzt die Eröffnung von Gesundheitszentren, die jedenfalls drei Allgemein-Ordinationen ersetzen sollen, auch wenn sie nur mit zwei Allgemein-Mediziner:innen besetzt sind – diese Verschlechterungen sieht der „Regionale Strukturplan Gesundheit Steiermark 2025“ vor.

Mit der Errichtung der letztgenannten Gesundheitszentren geht es überdies bisher äußerst zäh voran: „Von den ursprünglich versprochenen 100 Gesundheitszentren in der Steiermark sind bisher gerade einmal 11 Stück errichtet! Bald wird die Landesregierung mehr Krankenhäuser geschlossen als Gesundheitszentren eröffnet haben“, so KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler in der heutigen Landtagssitzung.

Zudem erfüllen die neuen Gesundheitszentren in aller Regel die in sie gesetzten Erwartungen nicht: Von der versprochenen multidisziplinären, vielköpfigen Ausstattung unter dem Motto „Das Team rund um den Hausarzt“ bleibt in der Praxis leider nur allzu oft die Mindestzusammensetzung, nämlich 1x Allgemein-Mediziner:in, 1x Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger:in und 1x Assistent:in, übrig. Viel versprochen – wenig gehalten.   

Auch dem Anspruch, umfassend und fallabschließend zu arbeiten – also ohne die Notwendigkeit weiterer Überweisungen – werden die Gesundheitszentren bisher nicht gerecht. Aus ersten Zahlen geht hervor: Eine gut funktionierende allgemeinmedizinische Ordination behandelt Patient:innen ebenso umfassend und in gleichem Maße fallabschließend wie die neuen Schmalspur- Primärversorgungseinrichtungen.

Es wird immer deutlicher: Die Gesundheitspolitik der Landesregierung ist gescheitert. Es braucht endlich einen Kurswechsel – die Zusperr-Politik muss ein Ende haben!“, so Claudia Klimt-Weithaler zusammenfassend. Die KPÖ setzt sich weiterhin für den Erhalt bestehender Spitalsstandorte und eine gut ausgebaute Gesundheitsversorgung in Wohnortnähe ein.

Graz fordert: Keine Verschlechterung des Pflegeschlüssels!

23-01-26 Die Lan­des­re­gie­rung plant ei­ne Kür­zung des Per­so­nal­schlüs­sels in Pf­le­ge­wohn­hei­men. Al­lein in Graz wä­ren rund 2.400 Heim­be­woh­ner:in­nen von ei­ner sol­chen Kür­zung di­rekt be­trof­fen. Als Pf­le­ge­wohn­heim­be­t­rei­be­rin trägt die Stadt Graz hier ei­ne be­son­de­re Ver­ant­wor­tung, denn sie ist der öf­f­ent­li­chen Da­s­eins­vor­sor­ge verpf­lich­tet –…

»Schutz des Grazer Trinkwassers muss oberste Priorität haben!«

23-01-26 Im De­zem­ber stell­te KPÖ-Ge­mein­de­rä­tin Mi­riam Her­lics­ka im Ge­mein­de­rat ei­nen An­trag, der die Si­cher­heit des Gra­zer Trink­was­sers in Zu­sam­men­hang mit dem ge­plan­ten Mur­kraft­werk in St­ü­bing zum In­halt hat­te. Wie sich her­aus­s­tell­te zur rech­ten Zeit.   

SWÖ: KPÖ unterstützt gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen

21-01-26 Am 26. Jän­ner star­tet die fünf­te Ver­hand­lungs­run­de für die Kol­lek­tiv­ver­trä­ge der So­zial­wirt­schaft Ös­t­er­reich. In Vor­be­rei­tung dar­auf fin­det zur Stun­de in Graz ei­ne Be­triebs­rä­te-Kon­fe­renz statt. Mit da­bei KPÖ-Ge­mein­de­rat Phi­l­ipp Ul­rich, selbst Be­hin­der­ten­be­t­reu­er/Pf­le­geas­sis­tent und Be­triebs­rat bei Le­bens­Groß.

Veröffentlicht: 14. Juni 2022